Die Wissenschaft verlacht die Magie sehr gern. Dies fing an, als die Wissenschaft begann, sich von der Magie zu lösen (am Anfang war Magie und Wissenschaft miteinander eng verbunden und ist es genau genommen auch heute noch) und wird enden, wenn die Erkenntnisse der Wissenschaft zu dem Schluss kommen, dass die Magie nichts anderes lehrt als die Wissenschaft, lediglich andere Worte verwendet werden. Wobei ich hier nun das Wort Magie anstatt Hermetik verwende, da auch viele magische Richtungen aus der Hermetik stammen.

 

Ebenfalls können wir viele Magier eben in den Reihen der Wissenschaft finden und sowohl Wissenschafter als auch ernsthafte Magier haben mehr gemeinsam als beiden Kategorien lieb ist.

Sowohl Wissenschaft als auch Magie (welche sowohl als Natur als auch als Geisteswissenschaft zu betrachten ist, und letztlich alle Wissenschaften aus der Magie hervorgingen) verlangen von ihren Studenten eine gewisse Intelligenz, Lernbereitschaft, Intellekt, theoretische Kenntnisse und die Fähigkeit diese in der Praxis anzuwenden. Sowohl die Magie, als auch die Wissenschaften sind oft sehr genau in der Definition, Beschreibung und Benennung der auftretenden Phänomene und Begriffe. Sowohl Magie als auch Wissenschaft verwenden Statistiken, Befragungen, Experimente und Austausch um auf möglichst präzise, wahrheitsnahe Ergebnisse zu kommen die nicht nur in der Theorie sondern ganz besonders in der Praxis stimmen und umsetzbar sind. Was der Magie fehlt ist jedoch die genaue Beweisführung und der internationale Zusammenschluss. Da Magier generell Einzelgänger sind und ihre Studien daher nur sie selbst betreffen (da auch die ganze Magie sehr individuellen Charakter hat) ist es schwer allgemeingültige Thesen aufzustellen.

In der Magie wie in der Wissenschaft wird dennoch versucht Beweise zu finden, welche jede Person mit der richtigen Ausrüstung nachmachen und sich damit durch das wiederholen des Experimentes selbst von der Wahrheit überzeugen kann. Die Wissenschaft braucht dafür oft sehr teure Geräte, die Magie setzt ein gewisses Maß der persönlichen Entwicklung vorraus, die um vieles schwieriger zu erlangen ist als technische Geräte.

Und kein mir bekannter Wissenschafter der Kritik an der Magie übte hat je die nötigen Vorraussetzungen erfüllt oder auch nur angestrebt bevor er sich an das Experiment machte. Das ging dann natürlich schief und kurzerhand wurde alles als Unsinn erklärt. Das wäre so, als würde man den experimentellen Beweis anzutreten, dass "Königswasser" (eine spezielle Säuremischung) Gold auflösen kann, aber weder Gold, noch die nötigen Säurekomponenten für das Königswasser hat. Man würde also zum Beispiel gelb angemaltes Silber in Leitungswasser legen und erklären, dass Königswasser Gold eben nicht lösen kann, da es im eigenen Experiment nicht geklappt hat, ohne sich bewusst zu sein, dass es geklappt hätte, hätte man die für das Experiment erforderlichen Vorraussetzungen erfüllt. Und diese sind in der Magie nun mal Jahrelange Schulung des Charakters, des Glaubens, des Intellektes, des Willens und der Vorstellungskraft.

Ein besseres Beispiel: Ein durchtrainierter Gewichtheber behauptet, der Mensch kann 200 Kilo stemmen. Der untrainierte Wissenschafter versucht es, scheitert und erklärt kurzerhand, es sei unmöglich, ohne zu berücksichtigen, dass er schlichtweg die Vorraussetzungen nicht erfüllt die nötig wären um das Gewicht zu heben.

 

Wie schon kurz erwähnt, gibt es auch sehr viele Magier, die beruflich in den Wissenschaften tätig sind. Ich persönlich kenne einige Magier, namentlich Hermetiker, die sich beruflich mit Wissenschaften beschäftigen. Darunter Physiker, Biologen, Chemiker und Pharmazeuten, ganz besonders jedoch Ärzte, Theologen und Psychologen. (Franz Bardon, einer der bekanntesten Hermetiker des 20. Jahrhunderts war Leiter eines Krankenhauses, Pasteur machte auch Durchbrüche in der Magie und mehr als einem Wissenschafter wird unterstellt Mitglied bei magischen Logen gewesen zu sein etc.)

Es verwundert eigentlich nicht, wenn man sich vor Augen hält, dass in früheren Zeiten ein Studium der Wissenschaften ein Studium der Magie beinhaltete und Magie wie auch Wissenschaft das Selbe Ziel haben: Die Kräfte der Welt und des Universums für die Menschen begreifbar und wichtiger: Nutzbar zu machen. Auch die dafür verwendeten Methoden ähneln sich sehr.

Es verwundert jedoch, dass man so selten davon hört. Aber seien wir ehrlich: Abgesehen davon, dass das Schweigen gegenüber unreifen Menschen in der Magie eine alte Tradition, ja direkt ein Gesetz ist (welches im 20. Jahrhundert grossteils begraben wurde) würde sich niemand gerne als Magier outen. Abgesehen vom Unverständnis der Freunde und der Familie, kann es zu einem massiven sinken im gesellschaftlichen Ansehen führen, zu einem Zwangsbesuch in einer Psychiatrie und gerade für Wissenschaftler für den kompletten Verlust des Ansehens, was dazu führt, dass sie in der Fachwelt keinerlei Bedeutung mehr haben - das berufliche "aus". Als Pasteur sich nach Erlangung aller akademischen Titel und Grade als Magier outete, wurde er kurzerhand für dement erklärt - diese "Spinnerei" wurde dem hohen Alter zugeschrieben.

 

Sie werden sicher verstehen, dass einige Magier daher entweder nur unter Decknamen publizieren (wie zum Beispiel Frater V.D. oder Gregor A Gregorius) oder sich überhaupt nicht zu erkennen geben. Wenn man jedoch einer ernsthaften Loge beitritt oder wie ich Glück mit den Kontakten hat (im Internet kann man in diversen Foren, jedoch nicht den bekannten Esoterikforen sondern eher kleinen Privatforen, Kontakte finden) wird man feststellen, dass sehr oft die "Elite" der Gesellschaft in magischen Dingen sehr bewandert ist. Das gilt besonders für Wissenschaftler (und Ärzte) aber auch für Firmenleiter, Bankangestellte und Politiker. Und oft findet man auch "Aussteiger" die sich von weltlichen Dingen distanzieren und mit ihrem Einsiedlerleben in eher bescheidenen Verhältnissen sehr zufrieden sind. Ich selbst kenne einen Magier, welcher beruflich als Elektriker arbeitet. Sehr unscheinbarer Mann in einer gewöhnlichen Mietwohnung, kein Auto, kein grosses Vermögen. Aber eine Privatsammlung antiker Bücher die mindestens 1 Million Euro wert sein dürfte, von denen ich schon manches Stück ausleihen durfte.

In magischen Logen ist das Preisgeben der magischen Identität streng verboten - früher wurde das Preisgeben der eigenen Identität als Magier oder von Logengeheimnissen mit dem Tode bestraft, was manche Logen heute noch praktizieren, aber meist droht heute nur noch der Rauswurf.

Eigentlich will ich ihnen damit nur zeigen, dass es sehr viele magisch orientierte Menschen in der Welt gibt, besonders in Bereichen wo man sie nicht vermutet. Eben das ist ja der Sinn der Geheimhaltung. Jene die prahlen, sich in seltsame Gewandung hüllen und sich "Magier" auf die Stirn tätowieren sind in den allermeisten Fällen Stümper und Amateure, ebensolche die in der Gesellschaft und Magie gern als "Esoteriker" verlacht werden und – zu recht. Sei es ein selbsternannter Möchtegernmeister oder eine Hausfrau die sich nebenbei mit New Age Literatur beschäftigt - es sind Laien deren theoretisches Wissen meist auf Unwahrheiten, Wahrheitsverzerrungen oder gar frei erfundenen Geschichten beruht und die so gut wie keine praktische Erfahrung aufweisen - kurzum, die blind das angebliche Wissen anderer glauben und übernehmen.

Sollten sie zu jenen klassischen Esoterikern gehören will ich mich für die Beleidigung entschuldigen - es ist eine traurige Tatsache dass es so ist. Aber da sie bis hierher gelesen haben, wollen sie sich ja offensichtlich ernsthaft informieren und sind damit auf dem besten Weg die laienhafte Esoterik hinter sich zu lassen.

Auch muss man sagen, dass die meisten Menschen ja gar nichts dafür können. Leichtgläubig kauft man Bücher mit gut klingendem Namen oder guten Bewertungen, geht in Seminare von Menschen die viel Geld in die Werbung für sich steckten oder lauscht den Vorträgen religiöser Fanatiker. Leider verbreiten die meisten Solchen zu 99% Unwahrheiten und verzerrte Wahrheiten, so dass es nahezu unmöglich wird die wenige enthaltene Wahrheit herauszufiltern, zumal sie den Autoren / Rednern meist selbst nicht bekannt ist. Und dies ist wiederrum ein Anlass für "Wissenschafter" die Magie zu belächeln. Auch neigen viele "Experten" dazu sich nur mit den Stümpern und Laien auseinanderzusetzen. Es ist schon eine Meisterleistung einem Schüler der Grundschule (magischer Laie) fragen zu stellen die er nicht schlüssig beantworten kann. An die Meister die den Wissenschaftern gefährlich werden könnten (logische, schlüssige Argumentation, Beweisführungen etc.) trauen sich die Meisten nicht heran. Und jene die es tun werden boikotiert und die Beweise verschwinden oder werden schlicht nicht veröffentlicht.

 

vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

- David