Wie bereits erwähnt gibt es einige Gründe weshalb man nicht einfach so drauf los zaubern kann sondern einer magischen Ausbildung bedarf und eine gewisse magische Reife benötigt um Erfolg zu haben. Natürlich kann es jeder einfach mal versuchen aber ohne magische Ausbildung oder genügender Reife werden im allerbesten Falle nur Teilerfolge erzielt aber nicht die gewünschte Wirkung - oder man stellt nur die Weichen für das Karma günstig und beschleunigt was ohnehin gekommen wäre.

In den allermeisten Fällen wird man jedoch gar nichts bewirken und sich enttäuscht von der Magie abwenden im Glauben es sei alles nur Phantasterei und Aberglaube.

Solche Leute schreiben dann gern frustriert Bücher über die Magie und versuchen alles als Humbug darzustellen anstatt sich zu Fragen, warum sie keinen Erfolg hatten. Denn man kann davon ausgehen, dass sich eine Wissenschaft oder Methode sich nicht so hartnäckig in allen Kulturen und Zeitaltern der Welt halten würde wenn sie rein gar nichts bewirkte.

Im schlimmeren Fall wird man keinerlei Erfolg haben und zusätzlich unter schweren Folgen zu leiden haben wie etwa körperlicher, seelischer oder geistiger Krankheit oder gar dem Tod.

 

Magie ist wie schon erwähnt, kein Spielzeug und um sie wirkungsvoll anzuwenden benötigt man eine gewisse magische Reife, ein Wissen um die Magie und bereits einige Übung (durch vorbereitende Meditationen)

Die Warnung ist ernst gemeint. Viele Patienten in Psychiatrien haben ein okkultes und kein psychisches Problem und nicht wenige Möchtegernmagier haben sich chronische Krankheiten oder den Tod eingehandelt bei ihren Experimenten. Die meisten Menschen jedoch bewirken einfach nichts und wenden sich von der Magie ab.

 

Um daher mit Magie Wirkungsvoll zu arbeiten muss man einige Dinge beachten:

 

1. Die Art des Ziels:


Je egoistischer, grösser, und "unglaublicher" das Ziel ist umso schwieriger wird es zu erreichen sein da höhere Mächte und eigener Zweifel Barrieren in den Weg stellen werden. Ausserdem benötigt man nun mal mehr Kraft um 200 Kilo zu stemmen als nötig wären um 20 Kilo zu stemmen.

Wer auf Wasser gehen, Unsterblichkeit oder fliegen können will wird eine enorme magische Reife benötigen und sich auf diese Phänomene spezialisieren müssen. Unmöglich sind diese Dinge keinesweges aber ohne sehr hohe Entwicklung wird es nicht gelingen.

Wer dagegen einem Freund helfen will eine Krankheit zu besiegen wird Hilfe von höheren Mächten erhalten und kaum mehr tun müssen als diese Kräfte anzurufen und durch sich wirken zu lassen. Wer dabei vollen Erfolg will wird aber auch hier bereits eine gewisse Reife und Ausbildung benötigen.

Generell, je grösser, schwieriger und egoistischer ein Ziel umso mehr magische Reife und Kraft benötigt man um es zu erreichen.

 

2. Die eigene magische Reife:

 

Damit ist vor allem die Charakterveredelung gemeint. Je reiner und edler ein Mensch ist, je vollkommener sein Charakter, je altruistischer seine Ziele, je mehr er Anderen und je weniger er sich selbst dient desto weniger Barrieren werden ihm die höheren Mächte in den Weg stellen und umso leichter wird er mit seinen Vorhaben Erfolg haben. Auch auf dem Weg der Heiligkeit kann man Wunder vollbringen, diese geschehen dann aber aus der Reinheit des Charakters und dem felsenfesten Glauben und nicht aus der Willenskraft wie bei der traditionellen Magie des Westens.

 

3. Die eigene magische Macht:

 

Diese bezieht sich nun auf die Fähigkeit sich allen Einflüssen - höheren und niedrigeren und natürlich den eigenen (Unterbewusstsein) zu widersetzen und entgegen aller Kräfte die Einwirken und den Erfolg verhindern mögen, erfolgreich zu sein.

Hierfür braucht man die göttlichen Eigenschaften:

- Einen unerschütterlichen, unbeugsamen Willen der ganz auf ein Ziel konzentriert ist und nicht abgelenkt werden kann. Also einen starken Willen und einen guten Fokus (Konzentration)

- Das Wissen um die göttlichen Gesetze des Kosmos, damit man sie richtig anwenden und nutzen kann und nicht wichtige Details übersieht.

- Die Fähigkeit, das Ziel als bereits realisiert zu fühlen und sich vorzustellen, wodurch jeder behindernde Einfluss ausgeschaltet wird (Imagination)

- Das Bewusstsein, dass man die nötige Kraft und Macht besitzt um das Ziel zu erreichen

- Den unerschütterlichen Glauben, dass die magische Operation gelingen muss und gelingt.

 

4. Die Fähigkeit magisch zu wirken:

 

Wer nicht in der Lage ist bewusst magisch zu wirken wird auch mit einem starken Willen und Glauben nur Teilerfolge erzielen.

Bewusstes magisches Wirken bedeutet, dass man sich seines wahren Selbstes, in einem Geist in einer Seele, in einem Körper, bewusst ist und als göttliches Wesen mithilfe des Geistes, mithilfe der Seele und mithilfe des Körpers wirkt. Wer nur aus dem Körperbewusstsein wirkt kann die höheren Energien und Kräfte nicht erreichen oder lenken.

Wer ein magisches Zeichen mit den Fingern, Kreide oder einem Stabe zieht ohne sich dessen bewusst zu sein, dass er als göttlicher Geist diese Zeichen zieht, der wird sie nicht magisch ziehen sondern nur auf die stoffliche Unterlage schmieren und das Zeichen wird nur minimale Wirkung haben, wenn überhaupt eine Wirkung bemerkbar wird.

Ebenso kann eine höhere Kraft nur gelenkt werden wenn man sich dessen bewusst ist, dass man sie als Ebenbild Gottes, lenkt und eben nicht als Körper.

Wer es daher nicht versteht sich, und sei es nur für die magische Operation, in ein höheres Bewusstsein zu erheben und sich mit seinem wahren Selbst zu identifizieren, wird keine nennenswerten Erfolge erzielen können.

Man muss sich, wie Bardon sagt, fühlen als würde man mit seiner wahren Hand (geistig) in einem dünnen Seidenhandschuh stecken (Seele) und damit in einem dicken Wollhandschuh (stofflicher Körper). In diesem Bewusstsein kann man magisch wirken, indem man als geistiges Wesen handelt.

 

5. Berücksichtigung der geistigen Gesetze:

 

- Berücksichtigung des "Zeit"faktors. Wer eine magische Wirkung, beispielsweise Gesundheit, erreichen will und sagt "Ich WERDE gesund" der verlegt das Ziel damit irgendwann auf die ferne Zukunft und das Ergebnis wird sich nie im JETZT realisieren sondern immer ein unerreichbares Ziel bleiben. Wer terminiert "ich WAR gesund" wird sogar Krankheit heraufbeschwören da im Jetzt ja keine Gesundheit mehr sein kann. Wer dagegen terminiert "ich BIN gesund" wird vielleicht nicht sofort die Wirkung erreichen und mit Zweifeln zu kämpfen haben da der JETZT Zustand ja ein anderer ist, aber sie wird sich, bei ausreichender Kraftanstrengung, in kurzer Zeit realisiert haben. Es muss also die Wirkung im JETZT befohlen werden damit sie kommen kann. magisch gesehen existieren Vergangenheit und Zukunft nicht sondern nur das JETZT ist wirklich - daher können nur Wünsche realisiert werden die sich im JETZT erfüllen sollen.

 

- Berücksichtigung der Dauer: Eine gerufene Kraft wird sich sehr schnell wieder verflüchtigen, meist bevor der Wunsch zu dessen Erfüllung sie gerufen wurde erfüllt ist. Daher ist bereits beim Rufen der Kraft zu bestimmen wie lange sie zu bleiben hat. Am besten eignet sich "bis zur vollständigen Erfüllung des Wunsches" oder wenn man einen ständigen Einfluss möchte "die Kraft soll sich selbst verstärken und jeden Tag mehr Kraft gewinnen" Da man aber mit der Kraft eventuell auch unerwünschte Begleiterscheinungen ruft ist es meist besser, keine zeitlich unbegrenzten Wirkungen zu rufen. Man kann nach Ablauf der Frist, um sicherzugehen, auch noch einmal bewusst alle gerufenen Kräfte wegschicken.

 

- Berücksichtigung des Karmagesetzes: Wenn man eine Wirkung hervorrufen möchte, die gegen das Karmagesetz verstösst, man sich also mehr Karma aufladen würde als man zu tragen fähig ist, muss man mit enormen Widerstand rechnen. Auch wenn man bewusst einen Menschen heilen oder anders helfen würde, obwohl das Karma es verbietet, kann man sich selbst sehr viel negatives Karma aufladen und der Widerstand wäre abermals sehr gross. Daher ist es besser sich gründlich zu überlegen welche Folgen die Ursache die man hervorzurufen wünscht hätte und ob man bereit ist die karmischen Konsequenzen zu tragen. Wenn man vom Guten seiner Tat ehrlich überzeugt ist wird der Widerstand auch deutlich schrumpfen.

 

- Berücksichtigung der Realisierung: Jede Kraft braucht eine Form durch welche sie sich realisieren kann. Meist stellt man diese durch seinen Wunsch und seine Vorstellung ja schon bereit. Im Idealfall gibt man eine Form vor die eindeutig "funktioniert" und "passt" oder äussert den Wunsch abstrakt. Beispielsweise will man eine bestimmte Krankheit loswerden. Nun kann man mit Autosuggestion oder anderen Methoden den Wunsch abstrakt - also nach allgemeiner Gesundheit - äussern womit auch die störende Krankheit beseitigt wird. Oder man stellt sich beispielsweise ein Medikament selbst her (oder lädt ein vorhandenes) mit dem Wunsch und der Überzeugung, dass die einmalige Einnahme ausreicht um die unerwünschte Krankheit zu beseitigen.

 

Man muss also einer geistigen Vorstellung, damit sie in der materiellen Welt Fuss fassen kann, einen Zeitbegriff und eine Form geben, da in der geistigen Welt die Gesetze von Zeit und Raum gänzlich anders sind als in der stofflichen Welt und sie ohne festen Bezugspunkt keine Realisierung bewirken können

 

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

 

- David