Aleister Crowley ist wohl der bekannteste Magier aller Zeiten, Merlin vielleicht einmal ausgenommen. Und leider gilt er bei vielen Menschen als großer Hermetiker, obwohl Crowley sich in seinen späteren Werken seit 1904 (also noch bevor seine Blütezeit wirklich begann) nicht mehr als Hermetiker sah und auch keine Hermetik praktiziert hat. Stattdessen hat er seine eigene Variante der Magie, „Thelema“ propagiert. Daher kann man seine Bücher auch nicht als hermetische Werke betrachten. Der Grund für die "Verwechslung" liegt darin begründet, dass Crowley einige Zeit lang ein sehr hohes Mitglied des „Golden Dawn“ war, der sich ebenfalls auf die Hermetik beruft. Später hat er seinen eigenen Orden namens „Argentum Astrum“ begründet. Crowley selbst ist jedoch, wie erwähnt, Begründer der „Thelema“-Bewegung und war stolz darauf, seinerzeit als der bösartigste und fürchterlichste Mann Großbritanniens zu gelten (so erschien er in der Presse), womit er sich gerne brüstete. Man erkennt schon am Bild deutlich den Unterschied zwischen der "heiligen" Hermetik (Franz Bardon) und der "satanischen" Thelema - in der Tat praktizieren viele, sogenannte Satanisten Thelema wegen des thelemitischen Leitsatzes "Tue was du willst" - welcher auch als ein Leitsatz der Satanisten ist, wobei das Ziel der Thelema falsch verstanden wird, denn diese ist im Grunde alles andere als satanisch und sogar sehr lichtvoll. Mit "Tue was du willst" meint Aleister Crowley die Unabhängigkeit von anerzogenen und stellarischen Einflüssen, um seinen „Wahren Willen“, seine Bestimmung, der von der eigenen Vernunft und Wollen eingegeben wird, zu finden. Um dann nach diesem zu handeln, nicht von astrologischen Einflüssen, kulturellen, gesellschaftlichen oder religiösen Zwängen gedrängt, sondern frei. Dabei fordert die Hermetik jedoch ethische Schulung, Charakterveredelung und hohe Ideale, während Crowley "Tue was du willst, sei das ganze Gesetz" fordert. Dies wird oft missverstanden, dass damit gemeint sei jedem Menschen zu erlauben so abscheulich zu handeln wie er möchte. Im „Liber Al vel Legis“ betont Crowley jedoch sehr klar, dass er sich auf den „Wahren Willen“ bezieht, den Willen des göttlichen Selbstes das nur die Liebe kennt und keinen Egoismus. So schreibt er auch, genau wie Bardon: „Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen!“ also, dass der wahre Wille niemandem Leid oder Schaden will, sondern versucht sich auf seine eigene Weise in Liebe zu verwirklichen ohne, dass dadurch in den Willen eines anderen Menschen eingegriffen wird. Also genau das Gegenteil von „Tue wonach dir gerade ist“.

Die moderne Hermetik beginnt aber eigentlich erst mit der Veröffentlichung von Franz Bardon´s Werken (etwa 30 Jahre nach Crowley´s Blütezeit) und wer sich mit der Materie auskennt wird die deutlichen Unterschiede zwischen Golden Dawn, Crowley und der Hermetik nach Bardon schnell erkennen. Ebenso kann man einen Schüler von Bardon relativ schnell erkennen und leicht von Crowleys Schülern, Golden Dawn-Anhänger oder anderen Logen unterscheiden.

Die deutlichsten Anzeichen sind der Charakter und das Verhalten des Magiers. Während Crowley wie auch die Mitglieder von Golden Dawn das "Schweigen" selten berücksichtigen und sich gerne brüsten und prahlen, sind Bardons Schüler meist recht verschlossen, es sei denn sie werden gefragt. Ebenso sind Bardonschüler meist altruistisch und haben einen gewissen Grad an Weisheit, wohingegen andere "Hermetiker" ihre Macht gern missbrauchen, zur Schau stellen und sich vor allem selbst bereichern wollen. Natürlich trifft auch das nicht auf alle zu. Wahre Suchende finden sich in allen Schulen und Lehrrichtungen.

Im Gegenzug entwickeln sich Bardons Schüler sehr langsam, was magische Kräfte betrifft, was von den Gegnern Bardons gern als Beweis seiner Inkompetenz genommen wird und auch ein Grund ist, weshalb nur so wenige Bardons Weg konsequent verfolgen. Aber wie Bardon selbst sagt, reift der Schüler langsam, dafür sehr sicher heran. Während die meisten „Magier“ magische Techniken praktizieren, entwickelt der Bardonsche Magier seine eigene Magie – in sich selbst.

Zusammengefasst könnte man sagen, dass es unter den Thelemiten nur sehr wenige Crowleyiten gibt - sprich die meisten befolgen zwar "Tue was du willst", aber setzen den eigenen Willen mit dem des Egos gleich, woraus sich viele Schandtaten ergeben, die Crowley eigentlich unterbinden wollte, ohne die spirituelle Entwicklung des Schülers durch Regeln zu unterbinden.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

- David

Aleister Crowley ist wohl der bekannteste Magier aller Zeiten, Merlin vielleicht einmal ausgenommen. Und leider gilt er bei vielen Menschen als großer Hermetiker, obwohl Crowley sich in seinen späteren Werken seit 1904 nicht mehr als Hermetiker sah und auch keine Hermetik praktiziert hat. Stattdessen hat er seine eigene Variante der Hermetik, „Thelema“ propagiert. Daher kann man seine Bücher eigentlich auch nicht als hermetische Werke betrachten. Der Grund für die "Verwechslung" liegt darin begründet, dass Crowley einige Zeit lang ein sehr hohes Mitglied des „Golden Dawn“ war, der sich ebenfalls auf die Hermetik beruft. Später hat er seinen eigenen Orden namens „Argentum Astrum“ begründet. Crowley selbst ist jedoch, wie erwähnt, Begründer der „Thelema“-Bewegung und war stolz darauf, seinerzeit als der bösartigste und fürchterlichste Mann Großbritanniens zu gelten (so erschien er in der Presse), womit er sich gerne brüstete. Man erkennt schon am Bild deutlich den Unterschied zwischen der "heiligen" Hermetik (Franz Bardon) und der "satanischen" Thelema (Bild Crowley) (Den Satz finde ich nicht gut, da Thelema nicht satanisch ist, aber einfach löschen wollte ich ihn nicht, da du dir sicher was dabei gedacht hast – CM) - in der Tat praktizieren viele, sogenannte Satanisten Thelema wegen des thelemitischen Leitsatzes "Tue was du willst" - welcher auch als ein Leitsatz der Satanisten ist. Es ist zwar richtig, dass auch die Hermetik und "Tue was du willst" lehrt, aber sowohl Hermetik als auch Aleister Crowley meinen damit die Unabhängigkeit von anerzogenen und stellarischen Einflüssen, um seinen „Wahren Wille“, seine Bestimmung, der von der eigenen Vernunft und Wollen eingegeben wird, zu finden. Um dann nach diesem zu handeln; nicht von astrologischen Einflüssen, kulturellen, gesellschaftlichen oder religiösen Zwängen gedrängt, sondern frei. Dabei fordert die Hermetik jedoch ethische Schulung, Charakterveredelung und hohe Ideale, während Crowley "Tue was du willst, sei das ganze Gesetz" fordert. Dies wird oft missverstanden, dass damit gemeint sei jedem Menschen zu erlauben so abscheulich zu handeln wie er möchte. Im „Liber Al vel Legis“ betont Crowley jedoch sehr klar, dass er sich auf den „Wahren Willen“ bezieht, den Willen des göttlichen Selbstes das nur die Liebe kennt und keinen Egoismus. So schreibt er auch, genau wie Bardon: „Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen!“ also, dass der wahre Wille niemandem Leid oder Schaden will, sondern versucht sich auf seine eigene Weise in Liebe zu verwirklichen ohne, dass dadurch in den Willen eines anderen Menschen eingegriffen wird. Also genau das Gegenteil von „Tue wonach dir gerade ist“.

Die moderne Hermetik beginnt aber eigentlich erst mit der Veröffentlichung von Franz Bardon´s Werken (etwa 30 Jahre nach Crowley´s Blütezeit) und wer sich mit der Materie auskennt wird die deutlichen Unterschiede zwischen Golden Dawn, Crowley und der Hermetik nach Bardon schnell erkennen. Ebenso kann man einen Schüler von Bardon relativ schnell erkennen und leicht von Crowleys Schülern, Golden Dawn-Anhänger oder anderen Logen unterscheiden.

Die deutlichsten Anzeichen sind der Charakter und das Verhalten des Magiers. Während Crowley wie auch die Mitglieder von Golden Dawn das "Schweigen" selten berücksichtigen und sich gerne brüsten und prahlen, sind Bardons Schüler meist recht verschlossen, es sei denn sie werden gefragt. Ebenso sind Bardonschüler meist altruistisch und haben einen gewissen Grad an Weisheit, wohingegen andere "Hermetiker" ihre Macht gern missbrauchen, zur Schau stellen und sich vor allem selbst bereichern wollen. Natürlich trifft auch das nicht auf alle zu. Wahre Suchende finden sich in allen Schulen und Lehrrichtungen.

Im Gegenzug entwickeln sich Bardons Schüler sehr langsam, was magische Kräfte betrifft, (Findest du? Ihre magischen Kräfte sind einfach nicht so flamboyant, aber nichtsdestotrotz da, solange du Verständnis, Empathie und Einsicht auch als magische Kräfte verstehst - CM) was von den Gegnern Bardons gern als Beweis seiner Inkompetenz genommen wird und auch ein Grund ist, weshalb nur so wenige Bardons Weg konsequent verfolgen. Aber wie Bardon selbst sagt, reift der Schüler langsam, dafür sehr sicher heran. Während die meisten „Magier“ magische Techniken praktizieren, entwickelt der Bardonsche Magier seine eigene Magie – in sich selbst.

Zusammengefasst könnte man sagen, dass es unter den Thelemiten nur sehr wenige Crowleyiten gibt - sprich die meisten befolgen zwar "Tue was du willst", aber setzen den eigenen Willen mit dem des Egos gleich, woraus sich viele Schandtaten ergeben, die Crowley eigentlich unterbinden wollte, ohne die spirituelle Entwicklung des Schülers durch Regeln zu unterbinden.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

- David