Franz Bardon, eigentlich Frantisek Bardon, auch bekannt als "Frabato" und "Meister Arion" ist für den ernsthaften Hermetiker wohl der wichtigste Autor innerhalb der modernen Magie. Man kann ihn als neuen Hermes Trismegistos verstehen, da seine Werke eine Revolution innerhalb der Hermetik darstellen und diese alte Lehre auf ganz neue Füße gestellt haben. Dabei orientiert er sich an den alten hermetischen Grundsätzen und lässt diese in ganz neuem Licht erscheinen.

Franz Bardon hat dabei eine prophetische Rolle eingenommen und die praktische Umsetzung dieser Lehre, im Namen der göttlichen Vorsehung, niedergeschrieben und verbreitet.

Er hat vielen als persönlicher Lehrer gedient, Menschen geheilt und gegen die Missstände in der Umwelt (im Rahmen seiner Möglichkeiten und Mission) angekämpft. Ja, er wurde für seine Lehren sogar verfolgt (er war auch im KZ und entging der Hinrichtung nur knapp) und starb schließlich in den Händen seiner Feinde (der sozialistischen Regierung seiner Heimat, die ihm Landesverrat vorwarf)

Seine Werke (3 Lehrbücher) enthalten in klaren und einfachen Worten, eine praktische Anleitung, wie man sich magisch entwickelt und wie man zur Göttlichkeit findet, sowie Wissen über die Welt, andere Sphären und Wesenheiten (Engel und auch Dämonen und mehr) und vieles mehr. Sie wurden in viele Sprachen übersetzt, in alle Welt verbreitet und jeder Hermetiker ist froh diese Werke zu besitzen und wird diese Bücher durchaus wie ein Heiligtum behandeln...

 

Jeder ernsthafte Hermetiker hat die drei Werke Bardons mehrfach gelesen, studiert und versucht, sein Leben bestmöglich nach den Regeln und Lehren dieser Werke auszurichten und die dort angegebenen Übungen täglich zu praktizieren. Die tägliche Meditation ist für den Hermetiker dabei das wichtigste Werkzeug auf seinem Weg.

Er ist nicht wirklich Begründer der Hermetik, da diese, wie gesagt aus dem alten Ägypten bzw. Atlantis kommt (und über Moses, Apollonios und andere Lehrer in die Welt), aber der erste Eingeweihte der Weltgeschichte, der die Lehren derart unverhüllt und vollständig veröffentlicht hat. Vor ihm kamen nur kleine Fragmente - diese stark symbolisch verbrämt - an die Öffentlichkeit und waren dem wahrhaft Suchenden kaum eine Hilfe. Da die Hermetik jedoch nur in Tempeln und von einzelnen Eingeweihten gelehrt wurde und man als Mensch kaum das Glück hatte, mit diesen in Kontakt kommen zu dürfen, wurde er damit beauftragt, dieses Wissen zu verbreiten.

Doch bevor wir uns in Vergleichen verlieren, stelle ich sein Leben, seine Werke und sein Wirken auf dieser Seite vor, basierend auf dem Wissen, das man in seinen Büchern, dem Autobiographischen Werk "Frabato" (vom Rüggeberg Verlag) und Schriftstücken seiner Sekretärin Otti Votavova, wie seines Sohnes Lumir Bardon entnehmen kann.

 

Franz Bardon wurde am 01.12.1909 in Katherein bei Opava geboren, als erster Sohn seines Vaters, Victor Bardon. Er hatte jedoch zwölf Geschwister, von denen nur vier Schwestern das Erwachsenenalter erreichten. Victor Bardon war Mystiker und hatte es auf seinem Weg bis zur Hellsichtigkeit gebracht, konnte aber den weiteren Weg nicht finden und soll die göttliche Vorsehung um einen spirituellen Lehrer gebeten haben.

Im Alter von neun Jahren (1918) verließ, der Legende nach, die Seele des jungen Franz den Körper des selbigen und ermöglichte Meister Arion die Inkorporation als Franz Bardon.

Außer dem hellsichtigen Vater, soll keiner den "Seelentausch" im Körper seines Sohnes bemerkt haben und so wurde Victor Bardon der erwünschte Lehrer in Gestalt seines Sohnes gegeben. (Wobei bedingte Änderungen wie etwa Handschrift und Stimmlage durchaus bemerkt worden sein sollen.)

Franz Bardon lernte dann den Beruf des Mechanikers. Später (Ende der zwanziger Jahre) wirkte er in Deutschland als Künstler und erlangte als solcher großen Ruhm und Ruf sowie finanziellen Wohlstand und begeisterte mit seinen Aufführungen viele Menschen. Er zog sich durch die Zurschaustellung magischer Kräfte (keiner Tricks!) und dadurch, dass er auch Wissenschaftlern die Magie erklärte und bewies, mächtige Feinde an. Als Ergebnis musste er all seinen Besitz aufgeben und aus Deutschland fliehen. So kehrte er, um sein Leben zu retten, in sein Heimatland zurück. Dort heiratete er und bekam mit seiner Frau zwei Kinder, trat erneut auf der Bühne auf und wurde Heilpraktiker.

Er hatte durchschlagende Erfolge und leitete aufgrund eines Ärztemangels zeitweise sogar ein Krankenhauses. Seine Erfolge (er konnte Krebs im zweiten Stadium voll ausheilen) zogen jedoch den Zorn der Ärztekammer auf sich, woraufhin er in Brno in Untersuchungshaft kam in der er, vor der Fällung eines Urteiles, da man ihm lebenswichtige Medikamente verwehrte, am 10.07.1958 verstarb. (Wer sich mit der Materie Bruno Gröning auskennt findet hier einige Parallelen)

 

In den fünfziger Jahren arbeitete er mit seiner Sekretärin Frau Otti Votavova an den Werken "Der Weg zum wahren Adepten", "Die Praxis der magischen Evokation", "Der Schlüssel zur wahren Quabbalah", "Frabato" (hierbei gehen die Meinungen jedoch auseinander) und "Das goldene Buch der Weisheit" - letzteres wurde jedoch von den Polizeibehörden beschlagnahmt und vernichtet.

Bardon sprach dabei die Texte auf Tonband und Frau Votavova tippte sie ab, das letzte Buch (genauer gesagt, die Tonbänder) wurden jedoch vernichtet, bevor es abgetippt werden konnte.

Der Hermann Bauer Verlag begann 1957 mit der Verlegung der drei so berühmten Werke Bardons in Deutschland und in viele andere Sprachen, so dass Franz Bardon schon sehr bald in aller Welt als höchst kompetenter Lehrer galt (in Deutschland und seinem Heimatland schon viel früher).

Nach Bardons Tod sah der Bauer Verlag jedoch scheinbar keine Plicht mehr, sich an die Manuskripte des Autors zu halten, nahm starke inhaltliche Änderungen an "Frabato" vor und veröffentlichte das Werk auf diese Weise - ohne Genehmigung der Bevollmächtigten Bardons. Es kam zum Bruch zwischen Frau Votavova und Hermann Bauer und Frau Votavoa und Lumir Bardon schrieben den "echten" "Frabato"; zusammen mit einem Nachruf und "Erinnerungen an Franz Bardon"

Als der Bauerverlag pleiteging, übernahm der Verlag Dieter Rüggeberg die Aufgabe, Bardons Werke weiter zu verlegen, in aller Welt bekannt zu machen und die Reinheit seiner Lehre zu bewahren.

 

Die Werke Franz Bardons (womit die drei Lehrwerke WWA, PME und KTQ gemeint sind) gelten in der esoterischen und besonders in der magischen Welt als äußerst wichtig und kompetent. Dabei befassen sich auch viele Nichthermetiker mit Bardon.

Für die Hermetiker jedoch ist Bardon wohl schlichtweg ein moderner Hermes, der die Hermetik wieder auferstehen ließ - war die echte Hermetik doch größtenteils mit dem alten Ägypten untergegangen, auch wenn Teile durch einzelne Eingeweihte und im Okkultismus überlebten.

 

In den drei Lehrwerken erklärt Bardon mit einfachen Worten sowie einer klaren Linie und Logik, in einer sehr ernüchternden Schlichtheit und Einfachheit, alle Gesetze des Universums, ihr Wirken und wie man sich diese nutzbar machen kann. Er gibt eine theoretische Schulung der höchsten Wahrheiten, zusammen mit einem praktischen Lehrwerk, das die Schritte zur Vollkommenheit ausleuchtet. Sie sind für wahrhaft Suchende ein Steinbruch des Wissens und man könnte Millionen ausgeben bis man aus den Werken anderer Autoren nur einen Bruchteil von Bardons Wissen zusammengetragen hätte. Man kann zurecht behaupten, dass diese drei Bücher alles beinhalten, was man zur Vervollkommnung braucht und Bardon selbst schreibt, dass "kein Eingeweihter, und sei er noch so hohen Ranges, kann dem Schüler mehr mit auf den Weg geben, als es diese drei Bücher tun. Es kann damit zu Recht als vollkommenes Lehrwerk der Hermetik angesehen werden"

Eine Meinung, welche die ernsthaften Schüler teilen.

 

Bardon gibt klare Anweisungen wie man seinen Geist, seine Seele und seinen Körper schulen kann, welche Vor und Nachteile gewisse Vorgehensweisen haben, wie man okkulte / magische Kräfte erlangt, wie man zur Vollkommenheit gelangt und dergleichen mehr. Er gibt auch ein gutes Fundament für einen unerschütterlichen Glauben und lehrt eine ethisch-moralisches Vorgehensweise, die so ausgefeilt und umsetzbar ist, dass sie zur wahren Selbsterkenntnis führt.

 

Auch Skeptiker und Wissenschaftler setzen sich mit Bardons Büchern auseinander und wurden teilweise dadurch schon "bekehrt", denn die Bücher entbehren nicht, wie viele esoterische Werke, jeder Sachlichkeit. Sie verlieren sich auch nicht in realitätsfremde Gefilde, sondern basieren auf einer nachvollziehbaren Logik und Beweisbarkeit - ja, direkt einer Wissenschaftlichkeit, die einem Naturwissenschaftler kaum etwas zu wünschen übrig lässt. Wer mit dem Buche praktisch arbeitet, wird sich von der Wahrheit der Behauptungen bald praktisch selbst überzeugen können. Wenn dennoch daran gezweifelt wird, wurde das Werk meist nicht ernsthaft gelesen und sich auch nicht an die Praxis herangemacht, eine Vorgehensweise, die eigentlich sehr unwissenschaftlich ist, die man aber bei Materialisten oft findet - was Papus sehr schön zu schildern verstand.

 

Jeder Hermetiker und auch jeder Magier sollte Franz Bardon für das großartige Werk von Herzen danken. Für den Erhalt des selbigen möchte ich erneut dem Rüggeberg Verlag danken, welcher für die Reinheit und Verbreitung dieser Werke eintritt.

Leider gibt es viele "Lehrer" und "Orden" oder "Logen" die sich auf Bardon und seine Werke berufen, aber weder seine Lehre verstanden haben, noch seine Voraussetzungen (soweit es die Selbsterkenntnis betrifft, die Grundlage des Aufstieges) erfüllen oder mehr als Stufe 1 in der Praxis beherrschen; auch wenn ich viele erlebt habe, die behaupteten sie würden alle 10 Stufen des ersten Werkes beherrschen - am besten urteilen sie selbst über solche Leute, denn die meisten sind Betrüger, die sich als Meister ausgeben oder Wirrköpfe, die sich für Meister halten.

 

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

- David