Über das Karma selbst haben wir schon ausführlich gesprochen. Kommen wir nun zu den karmischen Beziehungen, ein Kapitel das sehr zum Verständnis des Karma beiträgt und helfen kann ihr Karma effektiver abzutragen.

 

Zuerst müssen wir verstehen, dass es nicht nur ein individuelles Karma gibt (das sie ganz persönlich betrifft) sondern auch ein Völker / Kulturenkarma. Dieses Völkerkarma beeinflusst auch ihr individuelles Karma und umgekehrt. Alles was sie persönlich tun, fällt auf ihr Volk, ihre Gesellschaft zurück und alles was die Gesellschaft in der sie Leben tut, fällt auch auf sie persönlich zurück. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch ein Menschheitskarma gibt, das grob die Entwicklung Weltweit vorgibt und Einflüsse der Umwelt.

 

Wenn jemand beispielsweise im 3. Reich gelebt hat gibt es einige Möglichkeiten:

1. Die Person hat Hitler aktiv unterstützt und seine Ideale vertreten. In dem Fall macht sie sich bei allen Vergehen der deutschen Nation unter Hitler mitschuldig und trägt die volle Verantwortung der Taten (gerecht geteilt unter allen aktiv Beteiligten)

2. Sie hat aus Angst oder anderen Gründen einfach weggeschaut und nichts getan. Weder geholfen noch gehindert. In dem Fall macht sie sich einerseits der unterlassenen Hilfeleistung schuldig aber gleichzeitig der Beihilfe zum Mord, denn wegschauen ist ein Dulden und das ein gewisses Unterstützen der Täter. Sie wird karmisch nicht so viel Schulden aufgebrummt bekommen wie die aktiven Unterstützer aber ungeschoren kommt sie auch nicht davon. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! (mag aber mildernde Umstände bewirken)

3. Die Person hat aktiv gegen Hitler gearbeitet. Sei es durch Demonstration, Juden verstecken oder anderes. In dem Fall war die Person ja gegen ihr Volk und ist damit aller Vergehen des Volkes freigesprochen (also frei von allen woran die Person sich nicht beteiligt hat) und hat vermutlich durch das entschiedene Verweigern der Beihilfe auch einigen Ärger mit dem Volk bekommen - und dabei Karma abgebüsst statt sich neues aufzuladen.

 

Kulturen die eine gewisse Schmerzgrenze überschreiten mit ihren negativen Taten oder ihrer Dekadenz, verschwinden von der Erde. Kulturen die edel sind und das Positive, die Entwicklung ihrer Bevölkerung fördern, wachsen und gedeihen.

So ähnlich funktioniert übrigens auch das persönliche Karma.

 

Aber kommen wir zu Beispielen die sie persönlich eher betreffen:

  Wenn sie die CDU wählen, machen sie sich aller Vergehen der CDU mitschuldig. Wenn sie stattdessen die SPD wählen, machen sie sich derer Taten schuldig etc. (Aber sie werden auch an den guten Taten der Parteien beteiligt) Wenn sie gar nicht wählen, stimmen sie automatisch für den Wahlsieger und beteiligen sich an deren Vergehen und Errungenschaften. Schauen sie also genau hin WEN sie wählen.

 

Sehen sie es von der positiven Seite: Im 3. Reich oder dem Mittelalter war es noch viel schwieriger sich gegen den Herrscher zu stellen als heute.

 

Auch Vereine und Organisationen die sie unterstützen, wirken auf ihr persönliches Karma ein. Wenn sie eine rechtsradikale Organisation unterstützen machen sie sich mitschuldig an allen zusammengeschlagenen Ausländern etc. Wenn sie eine Religion unterstützen, nehmen wir die katholische Kirche, machen sie sich am Kindesmissbrauch der einzelnen katholischen Priester und Schulen mitschuldig. Aber wie gesagt nicht nur am Negativen, also verschulden sie in dem Fall auch zahlreiche Hilfswerke mit, ebenso seelische Heilungen, Trost und andere gute Dinge, die die Kirche macht.

Und es liessen sich da viele Beispiele aufzählen. Nichts tun und Kirchensteuer zahlen beteiligt sie ebenfalls - austreten oder konvertieren befreit, aber auch von den Guten Dingen.

 

Aber auch die westliche Lebensweise macht mitschuldig. Der Reichtum der "1." Welt beruht auf der Ausbeutung der "3." Welt.

Wenn sie also gerne Billigprodukte aus dem Discounter oder Billigketten holen, machen sie sich an dem Grund der niedrigen Preise mitschuldig.

Wenn also ihre Schuhe von kleinen Kindern in China gefertigt wurden die für miserablen Stundenlohn ihre Körper ruinieren, ihr Hemd aus Taiwan kommt und von den Kindern gefertigt wird die noch nicht in die Prostitution fliehen konnten, ihre Socken aus Südamerika wo Sklavenarbeit immer noch verbreitet ist und ihr morgendlicher Kaffee aus Afrika wo die Arbeiter nicht einmal genug bekommen um ihre Kinder ernähren zu können, machen sie sich an all diesen Dingen mitschuldig.

Allerdings ist es im modernen Deutschland schon schwierig geworden als einfacher Arbeiter woanders einzukaufen, da die teuren Läden mit einheimischen Produkten einerseits verschwinden und andererseits zu viel Kosten als das man wirklich da einkaufen könnte. Das wird vom Karma berücksichtigt. Die Tatsache, dass sie sich so viel mit "Billig" und "Sparen" beschäftigen mag aber einer der Gründe sein weshalb sie so wenig Geld zur Verfügung haben.

 

Sie können als Einzelperson manchmal nur schwer dem Einfluss der Gesellschaft trotzen, aber gerade das ist eine Hürde an der man sehr gut wachsen und viel Karma abarbeiten kann - es wird ja niemand gezwungen diesen Weg zu gehen. Wenn ihnen das zu schwierig ist, können sie auch einfach den Menschen ihrer Umgebung beistehen und in ihrem Umfeld Hilfe leisten. Damit kommen wir zum nächsten Punkt:

 

"Karmische Familie"

 

gerade im New Age wird so gern dargestellt, dass alle Menschen die sie treffen, schon in früheren Leben mit ihnen zu tun hatten und, dass ihr Seelenpartner irgendwo wartet.

Das ist wieder so eine Halbwahrheit. Anhand der, vermutlich, tausenden Inkarnationen die sie bereits hatten, ist die Zahl der Menschen die sie schon einmal getroffen haben zwangsweise sehr hoch, aber nicht JEDER den sie treffen muss ihnen schon früher begegnet sein. (Gerade wenn sie ein recht "Inkarnationsfaules" Wesen sind das sich nur selten inkarniert)

 

Es stimmt jedoch, dass es karmisch bedingte Beziehungen gibt. Wer in einem Leben Täter einer Tat war, wird in einem späteren mit dem Opfer wieder in Kontakt kommen, entweder als Rollentausch, dass das Opfer nun zum Täter wird und der Täter zum Opfer, oder als Chance etwas wieder gut zu machen. Vielleicht ist ihr bester Freund früher einmal ihr schlimmster Feind gewesen. Vielleicht sind sie mit einer Person verheiratet, die sie früher ermordet oder vergewaltigt etc hat.

Vielleicht sind ihre Kinder Menschen, denen sie einmal schlimmes Leid zugefügt haben. Natürlich muss das nicht so sein, aber nicht allzu selten wird einem durch familiäre Beziehungen ein "wieder gut machen" aufgezwungen. Wenn sie zum Beispiel in einem früheren Leben einigen Menschen schlimmes angetan haben, könnten diese als ihre Kinder wiedergeboren werden, wodurch sie dazu "gezwungen" werden den früheren Opfern zu helfen und ihnen einen guten Dienst zu erweisen. Vielleicht waren sie auch mal ein schlechter Elternteil und bekommen eine 2. Chance. Vielleicht waren sie mal ein Kind ihrer Kinder und können sie jetzt lehren wie man es besser machen kann etc.

Vielleicht sind die Menschen, die ihnen heute helfen, früher ihre Feinde gewesen. Vielleicht arbeiten sie jetzt unter schlimmen Bedingungen unter genau der Person, welche sie früher selbst ausgebeutet haben.

Vielleicht ist der Neonazi der ihren ausländischen Freund neulich krankenhausreif geschlagen hat, früher dessen Opfer gewesen, vielleicht als Schwarzer auf einer Plantage.

 

Und so dreht sich das Rad des Karma. Man darf aber nicht vergessen - das sind Möglichkeiten und es muss sich nicht so ereignet haben. Auch wenn das Leid letztlich selbst verschuldet ist, sollte das keinesfalls als Ausrede zur Teilnahmslosigkeit oder Gefühlskälte werden, denn das wäre wieder unterlassene Hilfeleistung.

Auch wenn das Leid selbstverschuldet ist, braucht der Leidende Hilfe. Wenn sie ihrem Kind 10 mal sagen, es soll nicht auf dem glatten Fussboden in Socken herumrennen. Wenn es hinfällt und sich den Arm bricht werden sie vermutlich auch helfen, oder würden sie daneben stehen und sagen "Siehste?"

Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft, der Dienst am Menschen ist sehr wertvoll. Jeder nach seinen Möglichkeiten.

Wer gut pflegen kann, soll das tun. Wer ein Arzt ist oder anders Heilen kann, sollte dies tun. Wer denkt er ist ein guter Seelsorger darf dieses tun und wer den Menschen Trost spenden will kann das tun. Wer sich als spiritueller Lehrer betätigen will (vorausgesetzt er hat eine gewisse Reife und etwas, das es Wert ist gelehrt zu werden) sollte dieses tun. Die universalen Wahrheiten zu verbreiten ist prinzipiell nichts schlechtes, aber man muss es in Worte kleiden die auch helfen.

Wenn sie zum Beispiel einer Frau die gerade brutal vergewaltigt wurde die Wahrheit "Selber schuld" nahe bringen, haben sie damit mehr kaputt gemacht als geholfen und bekommen das karmisch auch als Schuld angerechnet. Wenn sie lehren sind sie für das, was die Leser / Hörer mit dem Wissen machen und für das, was es in ihnen auslöst, mitverantwortlich. An dieser Stelle möchte ich sie bitten keinen Unfug zu machen und an sich zu arbeiten ;) Danke.

 

Im Endeffekt kann jeder, im kleinen oder grossen Rahmen, Positives tun und sollte es auch. Und wenn es nur ist, dass sie jeden Abend aus ehrlichem Herzen für das Wohl der Menschen beten und alles Gute wünschen, nicht als Floskel, sondern ehrlich gemeint.

 

vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

- David