Der Buddhismus ist die momentan am weitesten entwickelte Religion der Welt, auch wenn die Umsetzung der meisten Gläubigen genauso schlampig ist wie es bei der christlichen Lehre und den Christen ist.

Die meisten Buddhisten leben in China und die Verbreitung des Buddhismus betrifft vor allem China, Japan, Thailand und Nordindien. Ursprünglich kommt der Buddhismus aus Indien und stammt von Siddharta Gautama, der "historische" Buddha. (Budh - Weise)

Im Buddhismus nimmt die Lehre der Reinkarnation (Wiedergeburt) eine Zentrale Rolle ein wobei es als erstrebenswertes Ziel gilt aus dem Kreislauf der Wiedergeburt, welche immer Leid mit sich bringt, auszubrechen. Dies geschieht durch die Erleuchtung (ähnlich Yoga im Hinduismus)

 

Der Buddhismus glaubt an die 4 edlen Wahrheiten:

1. Die Welt besteht aus Leid

2. Dieses Leid wird verursacht durch die 3 Geistesgifte: Gier, Hass und Verblendung.

3. Dieses Leid kann beendet werden

4. Durch den "Achtfachen Pfad"

 

Der Achtfache Pfad, welchem ein Buddhist folgt, besteht aus 3 Gruppen. Weisheit (1. und 2.) Sittlichkeit (3., 4., 5.) und Vertiefung (6., 7., 8.)

 

1. Rechte Einsicht, Weltanschauung, Erkenntnis:

Die Einsicht, dass die vier edlen Wahrheiten wahr sind, das Erkennen, dass alles was ist (dasein) 3 merkmale hat: Leiden, Unbeständigkeit und  nicht selbst. Die Erkenntnis, dass durch Ausgleichen des Karma die Wiedergeburten ein Ende haben da das Dasein Ursachenbedingt ist.

 

2. Rechte Gesinnung, rechtes Denken, rechter Entschluss:

Damit ist der Entschluss gemeint, "böses" oder eher "nicht Heilsames" zu unterlassen. Dazu gehört der Verzicht auf jede Form der Gewalt (Pazifismus), Habgier, Neid etc und dehnt sich bis auf die Gedankenwelt aus - schon gewalttätige oder üble Gedanken sind falsch und müssen bewusst unterdrückt und durch heilsame Gedanken ersetzt werden.

 

3. Rechte Rede:

Kurzum nur die Wahrheit sprechen. Nicht lügen, unwahr sprechen oder sonstwie Unwahrheit verbreiten. Der Höflichkeit willen, muss man aber unangenehme Wahrheiten nicht unbedingt aussprechen.

 

4. Rechtes Handeln:

Damit ist gemeint nichts zu tun was gegen die 5 Sittlichkeitsregeln des Buddhismus verstösst. Dazu gehört das Verbot vom Konsum aller Substanzen die den Geist verwirren (Drogen, Alkohol) der Verzicht auf sittliche Ausschweifungen (Perversionen im Sexualleben oder ein ausgeprägtes Sexualleben) der Verzicht auf Diebstahl in jeglicher Form, der Verzicht auf Gewalt in jeglicher Form und der Verzicht auf Lüge in jeder Form.

 

5. Rechter Lebenserwerb:

Bedeutet keinen Beruf auszuüben welcher mit dem achtfachen Pfad nicht vereinbar ist. Dazu gehört Menschenhandel, Fleischer oder Fischer bzw Berufe in denen Lebewesen verletzt oder getötet werden, Prostitution, Waffenhandel, Gifthandel und dergleichen.

 

6. Rechtes Streben:

Bedeutet mit seinem ganzen Willen und Wollen darauf ausgerichtet zu sein gemäß dem achtfachen Pfad zu leben und die Erleuchtung zu erlangen. Mit seinem ganzen Sein das Ziel zu verfolgen, den Regeln des Buddhismus entsprechend zu leben.

 

7. Rechte Achtsamkeit:

Der Buddhist soll jeder Handlung, jeder Aktion vollste Aufmerksamkeit schenken. Wenn er geht, soll er ganz bewusst gehen, die Sinneswahrnehmungen spüren, seine Beine und dergleichen, er soll bei jedem Schritt bewusst sein und nicht im Gedanken umherschweifen.

Ebenso soll er bei JEDER Handlung voll und bewusst diese ausführen. Das bedeutet auch im Gespräch mit einer Person voll und ganz bei dieser Person zu sein und nicht anderweitig umherzublicken oder im Gedanken abzuschweifen.

 

8. Rechte Sammlung:

Der Buddhist soll seine Gedanken stets unter Kontrolle halten, immer Konzentriert und Bewusst sein und es verstehen unedle Gedanken nicht aufkommen zu lassen sondern Herrschaft über seinen Geist, seine Seele und seinen Körper zu haben.

 

Ziel ist die Erleuchtung womit gemeint ist, dass das eigene Bewusstsein "erlischt" (Nirvana) und mit allem verschmilzt. Der Buddhist kennt dafür die 37 Dinge die zur Erleuchtung erforderlich sind:

 

1. Achtsamkeit auf den Körper

2. Achtsamkeit auf die Gefühle (Seele)

3. Achtsamkeit auf den Geist (Bewusst - Sein)

4. Achtsamkeit auf Geistobjekte (Denken)

5. Unaufgestiegene (unbewusste) unheilsame Dinge nicht aufkommen lassen.

6. Aufgestiegene unheilsame Dinge verjagen

7. Unaufgestiegene, heilsame Dinge aufsteigen lassen

8. Aufgestiegene, heilsame Dinge im Bewusstsein halten.

9. Wille, Willenskraft

10. Bemühen, Anstrengen

11. Reinheit des Bewusstseins

12. Erforschen, erkennen, Wissen

13. Vertrauen, Glauben

14. Wollen

15. Weisheit

16. Achtsamkeit

17. Sammlung

18. Gleichmut

19. Nach den Gesetzen leben

20. Freude

21. Anstrengung

22. Stille, Ruhe

23. Sammlung, Konzentration

24. Mut

25. Einsicht

26. Lernen

27. Gehorsam

28. Schweigen

29. Liebe

und dann die Regeln des Achtfachen Pfades

 

Im Buddhismus werden keine Götter und kein Gott verehrt, da dies alles als Täuschung gesehen wird. Man glaubt zwar an ein Schöpferwesen (Bewusstsein) aber nicht an eine personifizierte Gottheit.

Verehrt werden Erleuchtete (Buddhas, Bodhis, Bodhisattvas), Respekt gebührt aber jedem Menschen.

 

vielen Dank für ihre Achtsamkeit.

- David