Auch wenn es die Priester der verschiedenen Religionen gerne leugnen und abstreiten, so kann man doch einige Grundlegende Gemeinsamkeiten in allen Religionen finden, wohingegen die Unterschiede nur gering sind und sich meist auf Details wie Symbole oder Ritualabläufe und Feiertage sowie natürlich die Bezeichnungen (Sprache) beziehen.
Jede Religion kennt einen obersten Schöpfer Gott. Egal ob in monotheistischen oder polytheistischen Religionen.
Die Christen nennen dieses Wesen Gott, die Muslime Allah, die Juden Jahwe, die Zeugen Jehovas - Jehova, die Germanen Fymbultyr, die Griechen Gaia, die Römer hatten wiederum ihre Entsprechung zu Gaia, die Ägypter kannten Aa (auch Ra), die Kelten Mab (Mutter Erde), die Maya Itzamna, in Babylon El (man beachte die wichtige Komopnente für die später jüdische Sprache und Kultur) die Hindus kennen Vishnu und auch die Buddhisten haben ihren Schöpfergott. Die Liste liesse sich noch sehr viel umfangreicher Gestalten aber ich denke sie erkennen diese Gemeinsamkeiten auch ohne zu genaue Details.
Jede Religion kennt einen "Obersten der Götter" der nicht immer in Personalunion mit dem Schöpfergott steht. Götter sind keine perfekten, allwissenden Wesen wie der Schöpfergott sondern eine Art "Übermenschen" aber keineswegs Fehlerfrei. Sie können sehr gütig, liebevoll, aber auch zerstörerisch und aufbrausend sein. Die Götter - Väter:
Christentum, Judentum & Islam: Metatron oder Michael ("Götter" sind hier die Engel)
Germanen: Odin, Römer: Jupiter, Griechen: Zeus, Ägypter: Re, und so weiter.
Ebenfalls wurden die Götter in jeder Religion von einem Wesen erschaffen, das nicht zu den Göttern selbst zählt, aber vom Schöpfergott direkt erschaffen wurde. Manchmal in Personalunion mit dem Schöpfergott.
Christen, Juden, Muslime: Gott (schuf die Engel)
Germanen: Der Urriese Ymir, Griechen: Die Titanen etc.
Auch finden sich in allen Religionen Jenseitsvorstellungen. Auf den ersten Blick nichts überraschendes. Interessant jedoch, dass jede Religion ein oder mehrere Paradiese kennt, für Menschen die sich an die Moralvorstellungen im Leben hielten und eine oder mehrere Höllen für die Bösewichte. Ein paar Beispiele:
Juden, Christen und Muslime: Das Paradies (Genau Himmel 1 - 7) und die Hölle (geht auch von 1 - 7, was aber kaum einer weiss. Näheres in der Kabbalah)
Germanen: Walhalla für Krieger, Thors Festung Bilskirnir für Bauern etc. Und die Riesin Hel (englisch hell) hatte je nach Verbrechen eine eigene "Hölle" bzw. einen Bereich in ihrem Reich.
Die Griechen kannten den Olymp und die elysischen Felder wie auch andere Paradiesen und die Unterwelt die nicht genauer Unterteilt ist und eher ein Reich des Vergessens darstellt.
Die Buddhisten und Hindus haben keine dominante Vorstellung einer Hölle oder eines Himmels, da die Wiedergeburt eine grosse Rolle spielt, aber die Idee dass gute Menschen an einen besseren Ort kommen (inkarnieren) und schlechte Menschen ihre Strafe bekommen ist die selbe. Die Buddhisten kennen dazu noch das Nirvana das man durchaus als Himmelsvorstellung bezeichnen kann,
Ebenfalls finden wir in allen Religionen Menschen, die von den Göttern / Gott ausgesandt wurden um die Menschheit zu führen.
Bei den Christen etc waren das die Propheten (Moses, Abraham, Jesus...)
Bei den Germanen die grossen Helden (Beowulf, Einherier, Walküren...)
Bei den Griechen Halbgötter (Herkules, Achilles...)
Bei den Ägyptern ebenfalls "Halbgötter" - als solche galten der Pharao und die Hohepriester
und so weiter.
Leider haben die Religionen auch dem Einfluss des weltlichen nie lange stand gehalten und so kam es in jeder Religion auch zum Missbrauch der Geistlichkeit, indem weltliche Herrscher sich für von Gott / den Göttern auserwählt betrachten liessen und der Klerus, der weltliche Macht aus selben Gründen beanspruchte. Besonders stark finden wir das im frühen Islam, im mittelalterlichen Christentum, in Ägypten und im frühen Judentum.
Religionen erheben das eigene Volk / die Gläubigen automatisch über alle anderen Menschen, obwohl alle Religionen sich einig sind, dass die Menschen vom selben Schöpfer abstammen (auch wenn das einmal der Schöpfergott und bei anderen Götter waren)
Religionen versuchen Ungläubige zu bekehren. Manche mit friedlichen Methoden des Vorlebens und der Toleranz (Buddhismus) und manche mit Gewalt, Grausamkeit und Fanatismus (da glänzen das Christentum und der Islam)
Auch kennen alle Religionen "Gotteshäuser" - seien es Kirchen, Tempel, Schreine, Kathedralen, Moscheen, Synagogen etc. Obwohl die Götter generell alles Wissen und überall sind, scheint es dennoch Orte zu geben wo sie eben noch präsenter sind.
Auch der Klerus hat in allen Religionen eine dem Normalsterblichen übergeordnete Rolle und oft wird das ausgenutzt.
Auch haben die Religionen ein klares "Ende" der Schöpfung definiert.
Was den Christen, Juden und Muslimen der Tag des jüngsten Gerichtes ist, ist den Germanen das Ragnarök, den Buddhisten der Tag an dem alle ins Nirvana eingegangen sind, den Griechen der Tag an dem die Titanen wiederauferstehen etc.
Ebenso einig ist man sich, dass es, wenn es etwas Erschaffenes gibt, auch etwas geben muss, das gespenstischerweise nicht erschaffen aber doch existent ist. Die Christen, Juden und Muslime haben dieses "Nichts" nicht näher benannt aber kennen es. Die Griechen nannten es schlicht "Chaos", die Germanen die "Urleere" und so weiter.
Auch finden wir in den verschiedenen Religionen die Eigenart, bestimmte Tage zu heiligen. Meist sind dies die Tage der Sonnenwenden und spezieller Konstellationen oder beim Jahreszeitenwechsel.
Man beachte hier, dass unser Kalender relativ ungenau ist, und die Daten der früheren Kulturen für Sonnenwenden etc auf unseren Kalender nicht 1:1 übertragbar sind. Die frühen Kulturen haben aber im Prinzip die selben Daten für diese Tage ermittelt wie wir modernen Menschen.
Des weiteren sind die Moralvorstellungen der Religionen oftmals gar nicht so unterschiedlich (was einerseits am magischen, andererseits am weltlichen Einfluss liegen dürfte) Generell soll das "Fussvolk" bescheiden sein, gehorsam, nachgiebig...gute Diener eben. Während Krieger mutig, tapfer, aufopfernd, selbstlos und stark sein sollen. Vom Klerus wird hingegen eine tiefe Hingabe, Desinteresse am Weltlichen, Demut und dergleichen verlangt, wohingegen Herrscher generell grosszügig, weise, gnädig und liebevoll sein sollen. Die Praxis sieht jedoch in den meisten Fällen ganz anders aus.
Und auch wenn es nicht in allen Religionen so deutlich sichtbar ist wie im Hinduismus, kennt man doch ein Kastensystem. Auch im modernen Christentum ist dieses Kastendenken sehr stark verbreitet.
Die Hindus kennen die Kasten: Herrscher (Krieger), Priester, Handwerker, Bauern. Die Germanen haben nach dem gleichen Schema Menschen geehrt - Krieger (die oft auch Könige wurden), Priester, Handwerker und die Bauern.
Im Christentum kennt man das auch. In eine moderne Sprache übersetzt: Politiker (und Millionäre) Priester, Ärzte, sonstige Akademiker, Handwerker, Bauern, Arbeitslose. Im Mittelalter wäre das Hochadel, Klerus, Adel (Krieger) Handwerker, Bauern, Leibeigene.
Generell heisst Kastenzugehörigkeit bestimmte Privilegien (Reiche können sich mehr leisten und erlauben als Arme) und ein bestimmtes Ansehen in der Gesellschaft.
Auch glauben die Religionen an eine Art göttlicher Gerechtigkeit. Sei es direkt (von Zeus Blitz erschlagen) zu mysteriös (Glück oder Pechsträhnen) und indirekt (Aufenthaltsort nach dem Tod, oder die nächste Inkarnation (Karma))
Auch sei erwähnt, dass Religionen den Menschen über dem Tier anordnen, was aber heilige Tiere nicht ausschliesst (die mehr "Wert" sind als einfaches Gesindel aber weniger wie ein Herrscher oder Priester) Wie etwa heilige Kühe in Indien, heilige Hirsche in Griechenland, heilige Bären bei den Germanen, das heilige Lamm bei den Christen etc.
Auch das Opfern spielt in allen Religionen eine Rolle. Die einen Opfern Menschen (Atzteken, Maya) die anderen Tiere (Griechen, Römer, Muslime früher Juden und auch frühe Christen) und wieder andere Geld (Klingelbeutel) oder eine Zeit des Dienens im Kloster (Buddhismus) und überall wird brav gebetet.
Doch bevor wir uns in allzu kleine Details der Gemeinsamkeiten verstricken kommen wir zum Schluss, dass die Unterschiede der Religionen meist geographisch, kulturell oder sprachlich bedingt sind, jedoch die Grundlegenden Lehren der Religionen die selben sind (den gleichen Kern haben)
Zu den Symbolen sei gesagt, dass man aus verschiedenen Gründen verschiedene Symbole gewählt hat, diese aber das selbe Symbolisieren.
Ob man nun ein christliches Kreuz, einen Davidsstern, eine Ansuz Rune, einen bestimmten Hyroglyph oder einen Blitz mit Gott in Verbindung bringt oder ob man andere Symbole wählt ist letztlich nicht von sonderlicher Bedeutung. Es werden sozusagen verschiedene Laute (Sprachen) verwendet, um das selbe zu sagen. Es ist ja letztlich auch nicht so wichtig ob man Gott nun als Gott, Allah, Jehova, Fimbultyr etc bezeichnet, da in jedem Falle das selbe Wesen gemeint ist.
Zusammenfassend möchte ich erwähnen, dass im Grunde jede monotheistische Religion polytheistisch ist (Im Christentum werden Beispielsweise auch Engel und Heilige angebetet und von selbigen Wirkungen erfleht anstatt von Gott - weil Gott scheinbar den Menschen nicht so nahe steht wie dessen Helfer was ja auch die polytheistischen Religionen so sehen) und jede polytheistische Religion auch die monotheistische Ansicht vertritt, dass es einen obersten Schöpfergott gibt, auf den alles zurückgeht.
vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit
- David

