Es gibt viele verschiedene Techniken zum Runenlegen oder werfen. Manche sind hochkompliziert, andere recht simpel.
Ich würde euch gerne die mir bekannten Techniken etwas vorstellen. Vielleicht kann der ein oder andere noch eigene Techniken beisteuern.
Generell ist die Arbeit mir den Runen eine, die sehr auf dem Gefühl basiert. Es gibt ja nicht nur ein „Runensystem“, als erstes muss man für sich herausfinden zu welchem System man den besten
Zugang hat. Ich habe mir z.b. das 18er Fudork angeschaut und ich hatte auch sehr Intensive Erfahrungen gemacht mit diesen Runen, aber mir fehlte mein Intuitiver Zugang zu ihnen, ohne Anleitung
kam ich nicht weiter. Über die Zeit hätte ich vielleicht gelernt, wie man sie anwendet usw. aber es wäre sehr schleppend gegangen und ich vermute in voller gänze hätte ich sie nie Erfahren
können. Dennoch habe ich von diesen Runen sehr vieles gelernt über mich. Das trationellere Futhark bestehend aus 24 Runen liegt mir vom Gefühl her eher und deren Zeichen verstehe ich um einiges
besser. So macht jeder seine eigenen Erfahrungen mit den Runen was auch sehr gut und wichtig ist. Leider ist heute kaum mehr eine richtige Übersetzung zu finden. Die Bücher über Runen sind auch
nur Erfahrungsberichte anderer, die inspirieren können, aber im Grunde muss man seine eigenen Erfahrungen machen um ein Gefühl dafür zu bekommen. Ich habe am besten gelernt über das direkte
arbeiten mit den Runen, dennoch bin ich noch lange nicht am „Ende“ angelangt. Es liegt noch viel arbeit vor mir.
Eine gute Freundin und Lehrerin erklärte mir auch einmal, dass jeder seine „eigenen“ Runen finden muss. Was gut über das Runenyoga geht. Stellt man die einzelnen Runen in seiner Körperhaltung
nach, kann man viel lernen, indem man nur schon mal fühlt, wie sich diese Haltung anfühlt, was sie mit einem macht. Was passiert, wenn man die Haltung ein klein wenig ändert? So lernt man die
Runen am „eigenen Leib“ kennen. Es gibt noch mehr Möglichkeiten, die man stattdessen verwenden kann oder als Ergänzung. Eine ist die Runen nacheinander bei sich zu tragen und zu schauen was sich
verändert im Leben, im Alltag, in der Gefühlswelt. Eine andere, das hab ich auch eine Zeitlang gemacht, ist, das man jeden Abend vor dem Zubettgehen, eine Rune zieht, die einen in die Träume
begleiten soll und dann schaut man auf die Erlebnisse in dieser Nacht. Was ist Traumthema? Wie verändert sich das Thema? Was zeigt es mir auf? Hilfreich ist da auch die Beschäftigung mit den
Träumen generell, also die Traumarbeit, da man einen besseren überblick hat über die Träume allgemein, aber es geht auch ohne, diese Ergänzende Beschäftigung. Wichtig ist das man seinen eigenen
Zugang findet zu den Runen und seinen eigenen Weg. Man kann andern nachfolgen, aber wird nie denselben Zugang finden wie der andere, wenn man nicht seinen eigenen Weg findet. Seine eigene
Individualität.
Beim Runenlegen, schreibe ich zum einen auf was mir spontan als Eingebung kommt zu der besagten Rune wenn ich sie gezogen habe und arbeite diese spontane Eingebung später ins Gesamtbild mit ein
und zum andern natürlich die offizielle Bedeutung. Die Runen sind das Sprachrohr der Götter heißt es. Die Götter sprechen immer in der Sprache die wir verstehen fähig sind, so bedienen sie sich
der Bilder die wir schon kennen und verstehen können. Da gehören die spontanen Einfälle genauso dazu. Allerdings sind sie nie alleiniges Sprachrohr, wenn man Objektiv bleiben möchte.
Meine Erfahrung zeigt zudem noch, dass die Runen uns Zeichen geben, aber niemals die Zukunft vorhersagen, in dem Sinne wie man es sich vorstellt. Legt man sie um die Zukunft vorher zu sehen, dann
bekommt man Hinweise was passiert, wenn diese und jene Eigenschaften ausgebildet werden.
Ich persönlich finde es auch um einiges leichter für andere zu legen, als für mich selbst. Wenn ich sie für mich lege, dann spielt mein Ego mit ein, das natürlich etwas tolles hören mag. Lege ich
sie für andere, ist mein Ego selbst nicht mit inbegriffen, so kann ich das ganze Objektiver sehen. Beim legen für andere ist es aber immer wichtig aufzupassen, schnell legt man die Runen nicht
für den andern sondern für sich selbst. Diese Gefahr umgehe ich indem ich entweder mich komplett mit der andern Person verbinde und mich selbst so weit es möglich ist ausschalte, ähnlich wie beim
Chaneln, oder ich stelle die Frage gleich so, das nur ein neutrales Bild über die Situation gezeigt werden kann und einzelne Personen nicht einbezogen werden.
Behandelt eure Runen immer mit Respekt und Liebe. Ich frage sie immer bevor ich sie lege, ob es in Ordnung ist, ob sie mitarbeiten mögen. Es ist nicht immer an der rechten Zeit sie zu befragen.
Manchmal sagen sie mir nein, aber meist kommt ein ja, Es ist ganz simpel sie zu fragen. Ich stelle meine Frage ob sie an Thema xy mit mir zusammenarbeiten möchten und dann ziehe ich eine Rune,
liegt sie mit dem Bild nach oben, ist es ein Ja, liegt das Bild nach unten, ist es ein Nein. Und vergesst auch nie euch zu bedanken nach der Arbeit mit den Runen. Ihr dankt nicht nur den Runen
und den Göttern dabei, ihr dankt auch euch selbst, wenn ihr euch ehrlichen Herzens für die Zeichen bedankt die euch gegeben wurden. Durch diese Zeichen habt ihr die Möglichkeit mit euch und an
euch selbst zu arbeiten.
Zum Runenlegen gibt es mehrere Möglichkeiten. Das komplizierteste ist das Runen werfen. Dazu benötigt man erstmal ein Tuch in dem die neun Welten von Yggdrasil symbolisch eingenäht sind. Denn es
kommt immer darauf an in welcher Welt die Runenlanden, in welchem Winkel sie zueinander liegen und noch vieles mehr. Ich habe mich einmal daran versucht, es ist sehr kompliziert und erfordert
sehr viel Übung. Eine gute Kenntnis der einzelnen Welten ist dafür auch sehr wichtig. Das Runenwerfen ist die Königsdisziplin, da man jeden einzenen Aspekt miteinbezieht, wie und wo er wirkt bzw.
aktiv ist oder mangelt. Wenn ihr daran Interesse habt, solltet ihr euch passende Lektüre suchen, da meine eigenen Aufzeichnungen nur halb sind, kann ich keine korrekte Anleitung geben. Leider
habe ich auch den Buchtitel nicht mehr, aus welchem Buch ist das habe und meine Suche ergab bisher kein Ergebnis darüber, ich suche es schon lange. Hinweise sind jederzeit gerne erbeten von
meiner Seite aus.
Das ziehen der Runen ist da um einiges leichter. Es gibt die ganz schnelle Version mit einer Rune zu einer bestimmten Situation, was allerdings sehr ungenau ist, es ist nur ein Ratschlag, wie die
Tagesrune, die man ziehen kann um sich einen Ratschlag geben zu lassen, welche Kraft den heutigen Tag beeinflusst. Dann gibt es noch Valknut (der Knoten des Erschlagenen) Bei dem man insgesamt 9
Runen zieht. 3 für jeden Knoten.
Bei Valknut gibt es 3 Knoten, die jeweils für die Nornen Urd (Vergangenheit), Verdandi (Gegenwart) und Skuld (Zukunft) stehen. Jeder einzelne Knoten besteht aus jeweils 3 Teilen. Also der gesamte
Knoten besteht aus 3x3 Einzelteilen. Man kann ihn auch abkürzen in dem man nur 3 Runen zieht, eine jeweils Pro Norne, was schon ausführlicher ist, wie nur eine einzelne Rune, aber lange nicht so
ausführlich wie 3 Runen.
Ob man den Knoten als Gesamtbild zieht oder ob man jede einzelne Rune nach dem ziehen und notieren wieder zurücklegt, muss jeder selbst entscheiden. Mir allerdings ist es schon öfter passiert,
das ein und die selbe Rune mehrfach benötigt wurde, weshalb ich sie immer notiere und dann wieder zurücklege. Am Anfang ist es auch wesendlich leichter erstmal nur auf die Runen zu achten, hat
man ein Gefühl dafür entwickelt, kann man noch darauf achten, ob sie richtig oder verkehrt herum liegen. Da das auch noch mal anzeigt, ob die Rune evtl, das Gegenteil bewirkt als das was man
gerne möchte.
Also beim Runenziehen geht es immer gleich ab:
1. Sich genau überlegen, was eigentlich das Thema ist.
2. Die Runen fragen, ob sie mit einem zusammenarbeiten möchten
3. Entscheiden was man verwendet, wie Ausführlich man die Antwort haben möchte.
4. Frage Formulieren und sich so gut man kann über Imagination mit diesem Thema verbinden.
5. Runen ziehen und notieren.
6. Sich bedanken bei den Runen.
7. Die Runen „auswerten“.
Beim Auswerten selbst arbeite ich mit mehreren Büchern zusammen. Schaut euch in der Literatur um, was euch zusagt, was ihr annehmen könnt, ich habe gemerkt dass es da enorme Unterschiede gibt.
Während der eine Begeistert ist von Magie der Runen von Gardenstone, kann ich damit gar nichts anfangen, nur sehr selten kommt das Buch zum Einsatz. Dafür kann ich mit anderen Büchern gut
arbeiten, mit denen der nächste wieder nicht zurechtkommt. Wenn ich mir ganz unsicher bin, kann es auch mal sein das ich Freunde zu rate ziehe, die wieder andere Bücher haben wie ich und manchmal
ist da genau das passende Stichwort drin.
Beim Valknut ist es so das man beim auswerten auch noch das Zusammenspiel betrachten sollte Auf dem Bild oben ist es gut zu erkennen, wie verflochten der Knoten ist, umso logischer das jeder
einzelne Knoten verbunden ist mit dem Jeweils anderen. .
Urd´s Knoten zeigt uns einmal was war passiert, welche Kräfte haben gewirkt? So kann man gut sehen ob man das Thema getroffen hat. Stimmt es mit dem eigentlichen Thema überhaupt nicht überein,
hat man entweder unbewusst für ein andere Thema gelegt, oder die gesamte Situation ist von Vornherein ganz anders, als man sie selbst empfunden hat.
Wertet die Legung dennoch weiter aus, denn auch wenn das Thema verfehlt war, sind es wichtige Botschaften.
Verdandi´s Knoten zeigt uns die Gegenwart. Was ist zu beachten, was wirkt mit, was sollte Verändert werden?
Und Skuld´s Knoten zeigt uns dann, was sich entwickelt, wenn die Gegenwärtige Kräfte, sich weiter so entwickeln.
Die Gegenwart und die Zukunft haben viele Hinweise für uns. Nicht nur was schon wirkt, auch was man für einen guten Ausgang noch entwickeln sollte, wo man genau hinschauen sollte.
Jeder einzelne Knoten besteht aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.
Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.
Silvia

