Tarot ist eine weitere missverstandene und missbrauchte Kunst aus dem alten Ägypten. Auch wenn Tarot durch den vielfachen Gebrauch mit Kartenlegern, alten Frauen und Zigeunern in Verbindung gebracht wird, hat Tarot damit wenig gemeinsam, jedenfalls in der ursprünglichen Form.

Das Tarot gab es ursprünglich auch nicht in Kartenform sondern als Zeichnungen und Bilder in Tempeln und dort nur die grossen Arkana.

In Ägypten war Tarot als "Buch der Weisheit" bekannt, oder unter der Bezeichnung "Buch des Thoth" - Thoth war der Gott der Weisheit, Magie und der Wissenschaften.

Im alten Ägypten stellten die grossen Arkana einen Einweihungsweg dar und beinhalten in symbolischer Form das gesammelte Wissen der alten Magier - man kann über jede einzelne Karte ein ganzes Buch schreiben und hat nur einen Bruchteil der Informationen welche in der Karte verborgen sind veröffentlicht.

Wer Franz Bardon kennt, weiss, dass dieser etwa 1000 Seiten geschrieben hat nur um die ersten 3 Arkana zu erklären und er hat die Bedeutung der Symbolik dieser Karten nur grob umrissen. Wollte man alle Informationen die symbolisch in den Karten steckt aufschreiben müsste man für die grossen Arkana eine riesige Bibliothek füllen.

Bardon hat, in altägyptischer Tradition, einen Einweihungsweg gemäß der Tarotkarten dargestellt.

 

Im klassischen Tarot, dem Kartenlegen, werden den grossen Arkana leider nur sehr wenige Eigenschaften zugeteilt, was für den Zweck des Kartenlegens zwar ausreicht aber im Grunde eine Beleidigung für das Buch der Weisheit ist.

 

Wie dem auch sei, beim Kartenlegen selbst gibt es schon einige Unterschiede. Die heute bekannten Tarotkarten haben mit den Informations und Symbolreichen Bildern aus dem alten Ägypten nicht mehr viel zu tun und zeigen nur kleinere Aspekte der früheren Symbolik.

Auch gibt es deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Tarotsystemen. Die bekanntesten sind Waite Tarot und Crowley Tarot es gibt aber bei weitem mehr Systeme die sich in Darstellung der Karten, deren Bedeutung und die Legeart unterscheiden.

Die Unterschiede sind sehr gross, so dass man die Wirksamkeit des Tarot zurecht in Frage stellen darf. Das grösste Problem dabei ist aber, dass die meisten Kartenleger nur sehr geringfügig über die Bedeutungen der Karten bescheid wissen und nur schwer die Zusammenhänge erkennen. Das grössere Problem ist, dass mangels magischer Ausbildung kein erfolgreiches Laden oder Ziehen der Karten stattfindet und die meist unprofesionelle Deutung dazu führen, dass die Ergebnisse des Kartenlegens nur selten Stimmen oder ein Thema so grob umschreiben dass es auf die meisten Menschen zutreffen würde. Man kannd as aber kontrollieren. Wenn man zu ein und der selben Frage 3 mal die Karten zieht müssen 3 mal in Folge die gleichen Karten, in der gleichen Reihenfolge gezogen werden - trotz mehrmaligem mischen etc. Bei einem wirklich würdigen Kartenleger funktioniert das verlässlich.

Dann kann man auch die Deutung ernst nehmen.

 

Meist wird das Tarot aber missbraucht um verzweifelten, leichtgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen indem man ihnen erzählt was sie hören wollen und Hoffnung in Aussicht stellt die meist gar nicht da ist. Ein geübter Redner kann auch das schlimmste Legebild schönreden zumal die Laien ja gar nicht im Tarot bewandert sind und daher die Richtigkeit der Deutung selbst nicht nachvollziehen und daher Schwindler nicht entlarven können.

 

In der Hermetik wird Tarot zwar auch verwendet, aber in voller Symbolik als magisches Instrument zum Aufstieg, nicht als Mittel um in die Zukunft zu sehen oder etwas über andere Menschen zu erfahren. Für diese Dinge ist die Astrologie bei weitem verlässlicher oder - wer dazu schon fähig ist - das Hellsehen.

 

Das Tarot System hat auch mit der Numerologie zu tun. Die grossen Arkana tragen ihre Nummer nicht umsonst und der Kundige kann anhand der Zahl die eine Karte trägt schon einiges über ihre Wirkung erfahren.

Ich selbst finde das Waite Tarot bei weitem besser als das Crowley Tarot zumal die Karten auch die Symbolik etwas besser darstellen. Wer mehr über das ursprüngliche Tarot erfahren will findet einen sehr schönen erklärenden Roman in "Eine Einweihung im alten Ägypten" von Woldemar von Uxkull. Wer über die genaue Bedeutung der Karten mehr wissen will, der lese die Bücher von Bardon.

 

Die Stäbe, Münzen, Kelche und Schwerter stellen die 4 Elemente dar:

Stab: Luft, Münze: Erde, Kelch: Wasser, Schwert: Feuer und haben entsprechende Eigenschaften Inne. Die Numerologie und Symbolik spielt da ebenfalls rein, etwa die 9 der Stäbe ist auf die Zahl 9 in Betrachtung auf das Luftelement zu verstehen. Also oberflächliche, nicht wirklich präsente Gefühle, Ängste oder ein weglaufen vor solchen Dingen.

 

Die grossen Arkana stellen sozusagen das Akascha Element dar, den göttlichen Einweihungsweg oder göttliche Eigenschaften die durch alle 4 Elemente bewirkt werden können wie etwa Zerstörung, Aufbau, Leben, Tod und dergleichen.

 

Generell sollte jeder Esoteriker ein gewisses Grundwissen über das Tarot, besonders die grossen Arkana haben da Tarot wie gesagt weit verbreitet ist und es eine Menge Scharlatane gibt, wie ich feststellen musste gibt es schon in jedem kleinen Bergdorf mindestens einen Hochstapler oder öfter eine unwissende alte Dame die im guten Glauben und Willen mit Mysterien spielt die sie nicht versteht. Wirklich fähige Kartenleger sind gerade so selten wie echte Hermetiker, Schamanen oder Yogis.

 

vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

- David