Die drei Gesichter der großen Göttin


Im gesamten keltischen Wirkungsbereich taucht zuerst eine in Einheit verehrte, später in der Dreiheit einer Erdmutter auf. Sie verkörperte in ihren drei Erscheinungen die magische Vervielfältigung des mütterlichen Prinzips und deren Kräfte und stand gleichsam für die Vollkommenheit. Zur Gestalt der drei Erscheinungsformen ist folgendes wichtig: die Gottheiten symbolisieren gleichsam die drei Lebensalter und Archetypen der Frau:

Das junge Mädchen
Die reife Frau
Die weise Alte

So gibt es auch für den Uterus drei Phasen:
den Aufbau der Schleimhaut (weiß), die Fülle des Blutes (rot) und den Blutfluss der Menstruation (schwarz). Ebenso wie es im Leben einer Frau drei Phasen gibt:
Mädchen (Menarche), Frau (menstruierend) und Alte (Menopause).
Unter diesen drei Archetypen findet das Prinzip der Erdmutter ihren vollkommensten Ausdruck. Im alten Gallien bestand unter keltischer Herrschaft ein Matriarchat, von dem das Leben unserer Vorfahren in allen Bereichen durchdrungen war und dem eine gewaltlosere und sanftere Philosophie zu Grunde lag, als es in der römischen Religion oder der griechischen der Fall war.

Die Autorin Göttner- Abendroth schreibt in ihrem analytischen Werk über das Weltbild des Matriarchats:
"Schauen wir uns die 'Göttinstruktur' an, so sehen wir das Dreistockwerk- Weltbild der antiken Völker: der Himmel ist die oberste, lichte Region, Wohnung der göttlichen Gestirne; Land und Meer sind die mittlere Region, die Welt der Menschen; die Unterwelt ist die Region unter der Erde oder unter dem Meer oder anderen Gewässern, aus der die geheimnisvollen Kräfte des Todes und der Wiederkehr kommen.

Dieser dreigegliederte Kosmos wird vollständig von weiblichen Kräften durchdrungen gesehen: Oben wohnt die helle, jugendliche, atmosphärische Göttin, verkörpert im astralen, jagenden Mädchen. In der Mitte, Land und Meer beherrschend, wohnt die Frauengöttin, die mit ihrer erotischen Kraft Erde und Gewässer, Tiere und Menschen fruchtbar macht und damit das Leben erhält. In der Unterwelt wohnt die Alte Göttin, die Todesgöttin als alte Frau, welche alles Leben im Abgrund vernichtet und zugleich aus der Tiefe wiederauferstehen lässt, sie ist die mysteriöse Gottheit ewigen Unterganges und ewiger Wiederkehr; sie bestimmt die astronomischen Zyklen und damit auch die Zyklen der Vegetation und des menschlichen Lebens; damit ist sie die Herrin der kosmischen Ordnung und die ewige Weisheit in Person. Alle drei Gestalten zusammen bilden nur eine einzige Gottheit, sie sind also nie völlig voneinander zu trennen. Es ist die matriarchale große Göttin die erste Dreifaltigkeit.“

In Erde, Sonne und Mond wurde diese allumfassende Gottheit im ursprünglichen Sinne verehrt und gesehen. Der Mond als Aspekt des jungen Mädchens (er ist in sich wieder zyklisch dreigeteilt: Werden- Sein- Vergehen) steht in engem Kontakt mit dem weiblichen Element Wasser. Die immer leben schenkende und wärmende Sonne versinnbildlicht die göttliche gebärende Mutter und heilige Frau. Um diese ewige Dreiheit zu vervollständigen ist der Erde die Lebens verschlingende und wiedererweckende weise Alte gleichzusetzen. Auch drei Farben spiegeln diese drei Qualitäten des weiblichen Seins wider, es ist dies in der Reihenfolge Weiß- Rot- Schwarz. Weiß für die starke und tapfere Mädchengöttin, Rot für die reife, Lebens spendende Frauengöttin und Schwarz (manchmal dunkel Blau) für die erfahrene und weise Unterweltgöttin.

Sie sind ein Beispiel mehr für die vielfältigen Emanationen des göttlichen Aspekts in der materiellen Welt. Diese mystische Farbenkombination findet sich in zahlreichen Sagen, Märchen und Bräuchen unseres Raumes, (Beispiel : Schneewittchen, Schneeweischen und Rosenrot; Frau Holle, die wilden Schwäne..) Orts- und Flurnamen sowie immer wieder auf Reliefs und Figuren in katholischen Kirchen, das auf eine keltische Erdmutter hinweist, die jedoch christlich interpretiert wurden.

Die Göttin der heutigen Hexen
Trotz ihrer vielen Attribute, Namen und Kräfte hatten alle weiblichen Gottheiten einen gemeinsamen Ursprung, die höchste Realität, die als Göttin beschrieben werden kann, in welcher Form und wo auch immer sie in Erscheinung tritt. Sie offenbart sich in vielen Gestalten, von denen einige dem scheinbar unveränderlichen Bild der Weiblichkeit nicht entsprechen. Sie ist autonom, von betonter Sexualität und stark. Aus all diesem fügt sich das Bild einer absoluten Gottheit, die der menschliche Verstand nur ungenügend zu definieren vermag. Ihre wesentlichen Eigenschaft ist das Allumfassende: Sie vereint alle Gegensätze in sich: Männliches und Weibliches ,Schöpfung und Zerstörung. Sie erkennt, das Leben und Tod gleichgewichtig sein müssen, um die Ordnung des Universums aufrecht zu erhalten.

Die Göttin verkörpert den vollendeten Kreis von (Wieder-) Geburt, Leben und Tod. Sie steht in einer sehr engen Beziehung zum Mond, welcher ihr Symbol ist. Die Mondin offenbart sich uns in drei Hauptaspekten, welche die drei Analogien des Lebenskreises und des Wandels des Mondes darstellen. So steht der zunehmende Mond für die Jungfrau, die Geburt, der Vollmond für die Mutter, das Leben und die Greisin für den abnehmenden Mond, den Tod. Dies bezeichnen wir Hexen als die Dreifaltigkeit der großen Göttin. Die dreifaltige Göttin ist somit eine Triadengottheit. Auch die Ur Farben Weiß, Rot, Schwarz sind die Göttinnen Farben geblieben, noch heute arbeiten wir Hexen mit ihnen.

Der Gott oder der wilde Mann des Waldes in der heutigen Sicht
Der Gott der Hexen ist ein zärtlicher Gott der Liebe und der Sexualität, zugleich symbolisiert er jedoch auch die Macht des Verstandes und die ungebändigte sowie wilde Kraft des Jägers. Er stellt den gleichwertigen Gegenpol zur Göttin dar und ist ihr Gefährte. Zudem ist er die Verkörperung des männlichen Prinzips, welches jedoch nicht mit den Werten unserer Gesellschaft vergleichbar ist.

Wir Naturreligiösen Menschen bezeichnen ihn auch als den „Gehörnten“. Diese Aussage bezieht sich auf seine Hörner, welche ein Ausdruck seiner Verbindung zur Natur und zum allumfassenden Sein sind. Meist ist es ein Hirschgeweih. Die Hörner des Gottes der Hexen stehen für die zu- und abnehmenden Halbmonde der göttlichen Mondin und sind ein Symbol animalische Vitalität.

Der Gehörnte repräsentiert, so wie die Göttin den Mond darstellt, die wärmende sowie Licht spendende Sonne. Zu dem wird ihm die Zeit des Schwarzmondes zugeordnet, in welcher die Kraft der Sonne jene des Mondes überschattet, da die Macht des Mondes zu dieser Zeit im Reich des Todes wandelt, um sich auf ihre Wiedergeburt vorzubereiten.
Der Gott der Hexen ist der Reisende, welcher auf den Pfaden des Jahresrades, welches die Göttin darstellt, wandelt. Er ist die Macht aus allem, was geboren und anschließend zerstört wird, damit neues entstehen kann. Er ist der sterbende, hingebende Gott, der sein Leben opfert, damit sein Tod der allumfassenden Lebenskraft dienen kann. Er ist der Jäger, der tötet aber auch getötet wird. Seine ungezähmte Kraft, steht immer im Dienste des Lebens. Als Jäger steht der Gehörnte zu dem für die Suche, die Suche nach allem was ist, unabhängig davon, ob sie körperlich, geistig, spirituell, künstlerisch, wissenschaftlich oder gesellschaftlich bedingt ist.

Der gehörnte Gott ist frei von männlichen Verhaltensdogmen des Patriarchats, welche von dem Erlangen von Macht und Ruhm sowie dem Einnehmen der Vaterrolle geprägt sind. Der Gott wurde von der jungfräulichen Mutter gezeugt, welche durch ihn selbst in seinem vorherigen Seinszyklus befruchtet wurde. So ist er zugleich Kind und Vater in einem Wesen, vereint diese Kräfte und ist daher frei von den diktierten gesellschaftlichen Normen.

Der Gott der Hexen ist die heilige, tiefgründige Kraft sowie die unbändige, jedoch nicht gewalttätige, Form der Sexualität. Dies geschieht jedoch immer im Einvernehmen beider Polaritäten, denn der Akt sowie der Körper ist heilig. Das Ziel ist nie die Beherrschung des anderen, sondern immer die gemeinsame Verschmelzung. Die Sehnsucht und Begierde des Gottes besteht darin sich mit der ursprünglichen nährenden Kraft der Muttergöttin zu vereinen, nicht sich diese Macht Untertan zu machen.

Obwohl der Gehörnte die unbändige sowie animalische Kraft der Sexualität repräsentiert, steht er ebenfalls für die Macht des Verstandes und des Geistes. Diese gegensätzlichen Kräfte werden im Hexentum nicht als Widerspruch wahrgenommen. Der wärmende Gott ist in der Lage sein körperliches Verlangen nach Vereinigung in intellektuelle Neu- sowie Wissbegier umzuwandeln. Das Streben nach Erkenntnis und Wissen stellt im Grunde ebenfalls eine Vereinigung mit dem Ganzen dar, welche jedoch auf eine andere Art und Weise zelebriert wird.

Der Gott der Hexen ist frei, ungezügelt und wild. Zugleich ist er jedoch sanft, zärtlich, einfühlsam und wissensbegierig. Er ist die Vereinigung von patriarchalischen Gegensätzen, welche jedoch keine sein müssen.



Aradia
Sie stellt in der Hexenreligion das weibliche Prinzip dar und steht in magischer Beziehung zum Mond. Man stelle sie sich als wunderschöne und schlanke Gestalt in einer blauen oder weißen Robe vor. Sie trägt schwarze lange Haare und einen silbernen Halbmond auf der Stirn.

Karnayna
Karnayna ist das entsprechende männliche Prinzip und steht in magischer Beziehung zur Sonne. Er erscheint als stattlicher Mann, der einen weißen Bart und Hörner auf der Stirn trägt. Diese Hörner repräsentieren Macht und Stärke. Er ist auf ewiger Jagd nach der Göttin Aradia, die er in der heiligen Neumondnacht zu ihrer gemeinsamen Hochzeit erreicht. Man sagt ihm zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang durchaus dunkle Eigenschaften nach.

Aphrodite
Göttin der Erotik, Schönheit, Liebe und Leidenschaft.

Aradia
Königin und Beschützerin aller Hexen, sehr mächtig. Aradia ist die Göttin der Liebe und des Mondes. Sie ist Dianas Tochter und war die erste Priesterin ihrer Mutter und von Karnayna.

Aine
Göttin der Sonnenwende, der Fruchtbarkeit, der Rinder, der Sonne und des Feuers. Auch heute noch in Munster (Irland) sehr bekannt. Im Mittsommer wurde ihr zu ehren bis ins 20.Jahrhundert hinein sowohl in Munster als auch in Donegal eine Lichterprozession abgehalten.

Anu
Der Jungfrau-Aspekt vieler Triadengöttinnen Irlands, verbunden mit den Eigenschaften von Wohlstand und Überfluß. Ihr Mutter-Aspekt ist Dana/Danu, ihr Aspekt der Alten wird häufig als Babd (ein Aspekt der Morrigan) angegeben. In der modernen keltischen Praxis wird sie auch als Mondgottheit angerufen.

Arianrhod
Göttin der Reinkarnation und Wiedergeburt, des Jahresrads, Aspekt des Vollmonds, der Webkunst, der Fruchtbarkeit, der Sternenwelt und Personifizierung weiblicher Macht.

Artemis
Mondgöttin

Asarte
Fruchtbarkeitsgöttin und Göttin der Geburt von Kindern.

Athene
Kriegsgöttin und Schutzheilige.

Arnamentia
Göttin fließender Gewässer, der Heilkunst und der Läuterung

Babd
Kriegsgöttin, repräsentiert den Aspekt der Alten als Triadengöttin, daher wird sie auch verbunden mit Tod, Zerstörung und Schlacht. Sie half, die Fomorier aus Irland zu vertreiben und erschien über dem Schlachtfeld als Krähe oder rannte neben den Kriegern als Wolf verkleidet. Sie ist auch eine Göttin der Wiedergeburt und wacht in der Anderswelt über den Kessel der Regeneration. Ihre zwei anderen Aspekte sind Anu und Dana

Banbha
Musikerin, Kriegerin, Göttin und Herrscherin, die Irland vor Eindringlingen schützte. Sie sit Teil einer Triadengöttin; die anderen Aspekte bilden ihre Schwestern Eire und Fodhla.

Brigit
Eines der vorherrschenden Götinnenbilder im Westen. Ihr gälischer Name ist Brigindo, der angelsächsiche Name ist Britania. All diese Namen gehen auf ein Wort der Grundbedeutung 'Macht' zurück. Sie stammte vermutlich von Dana/Danu, der der wichtigsten Muttergöttin der Kelten, ab. Sie ist eine Göttin des Feuers, der Fruchtbarkeit, der Schmiedekunst, der Geburt, des Schutzes, des Viehs (besonders Schafe), der Heilkunst und Kreativität. Ihre heiige Stätte lag bei Kildare, wo ihr ewiges Feuer einst von ihren Priesterinnen gehütet wurde. Später übernahmen die Nonnen diese Aufgabe. In den Zeiten des Patriarchats wurde sie zur Heiligen Brigitte.

Cerridwen
Göttin des Neumonds, des Korns mit einem Aspekt der Alten oder Mutter. Sie wachte über den grossen Kessel des Wissens. Ihr Weisheitstrunk musste ein Jahr und einen Tag kochen. Als ihr Diender den Trank umrührte und davon versuchte, wurde ihm aus Versehen die gesamte Weisheit dieser Welt zuteil. Er floh und sie jagte ihn, wobei sie jeweils verschiedene Verwandlungsformen wählte, um ihn zu fangen. Schließlich gelang es ihr, ihn zu verschlingen und er wurde von ihr als Barde Taliesin wiedergeboren.
Danu/Dana/Don Dana war die erste große Muttergöttin von Irland, Mutter-Aspekt des Dreigestirns Anu und Babd, Namensgeberin des irischen, göttlichen Volkes der Tuatha De Dannan. Im modernen keltischen Heidentum spielt sie oft die Rolle der Vorfahrin und Herrscherin des Stammes. Viele europäische Flüsse auf alten keltischen Gebieten lassen Spuren dieses Namens erkennen, z.B. die Donau. Eine ihrer Kinder ist die Göttin Arianrhod.

Diana

Jagd- und vor allem Mondgöttin. Diana hat viele Facetten. Sie kann verzaubern (sie verführte ihren Bruder und gebar Aradia in der Gestalt einer Katze). Sie wird auch als Mutterfigur für Hexen gesehen. Sie wird als Lebensspendende aber auch als Lebensvernichtende verehrt. Man kann sagen, daß ihre guten/schlechten Eigenschaften, sich selbstständig gemacht haben. Ihre gute Eigenschaft (Lebensspendende) heißt nämlich Diana, und wird vor Mitternacht angerufen. Ihre andere Eigenschaft (Lebensvernichtende) heißt Hekate und wird nach Mitternacht angerufen.
Eire/Eriu Göttin nach der Irland benannt wurde. Heute wird sie als Göttin des Schutzes, der Herrschaft und des Landes selbst angesehen. Jungfrauen-Aspekt einer Triadengöttin mit Banbah und Fodhla.

Epona
Pferdegöttin. Vermittlerin zwischen dieser Welt und der Anderswelt, Überbringerin von Alpträumen und kraftvoller weiblicher Archetyp. Göttin der Fruchtbarkeit und der Gesundheit.

Flora
Göttin des Frühlings und des Wachstums. Sorgt für das Gedeihen von Babys, Blumen und allen anderen Gaben der Erdmutter.

Freya/Fraya
Mondgöttin und Gefährtin von Odin. Anführerin der Walküren. Kriegerin und Göttin der Schönheit, des Mutes und des Selbstbewusstseins. Die Walküren halfen mutigen Helden am Schlachtfeld im Kampf. Sie erschienen auch Sterbenden am Schlachtfeld als die jeweilige geliebte Person und begleiteten sie so in den Tod und brachten ihre Seelen danach sicher in die Anderswelt. In der nordischen Mythologie steht Freya für die Liebe und Fruchtbarkeit. Sie ist die schönste und anmutigste der Göttinnen. Sie ist die Schutzpatronin der Ernte und der Geburt, das Symbol der Sinnlichkeit und wurde meist bei Liebesangelegenheiten angebetet.
Sie ist die Tochter des Gottes Njord und die Schwester von Freyr. Später heiratete sie den geheimnisvollen Gott Od (wahrscheinlich eine andere Form von Odin), der verschwand. Als sie um ihren verlorenen Ehemann weinte, verwandelten sich ihre Tränen in Gold. Freyas Attribute sind eine kostbare Halskette des Brisings, die sie erhielt, als sie mit vier Zwergen schlief, ein Mantel aus Vogelfedern, der seinen Träger in einen Falken verwandeln kann und ein Wagen, der von zwei Katzen gezogen wird. Sie besitzt außerdem Hildesvini (Schlachteber), der ihr getarnter, menschlicher Geliebter Ottar ist. Freya lebt in dem wunderschönen Schloss Folkvang (Feld der Völker), ein Ort, wo ständig Liebeslieder ertönen, und in ihrem Heim Sessrumnir. Sie teilt sich die toten Helden mit Odin. Die eine Hälfte geht in ihr Schloss, die anderen nach Valhalla. Auch die toten Frauen kommen nach Sessrumnir.

Hekate

Sehr alte europäische Göttin; im Altgriechischen bedeutet ihr Name 'Einfluss aus der Ferne'. Das hängt einerseits mit der Tatsache zusammen, dass sie eine Mondgöttin ist - der Mond beeinflusst den Menschen und die Erde aus der Ferne - andererseits verdeutlicht es, dass sie die Göttin der Magie schlechthin ist. Sie gilt als 'allsehend' und 'allwissend', diese Vorstellung wird damit bekräftigt, dass sie die Herrscherin über alle Kreuzwege ist, wo sie mit ihren drei Köpfen (Pferd, Hund und Löwe) alles zugleich beobachten kann. Sie hat den Aspekt der weisen Alten.

Hera
Göttin der Vermählung und der Ehe. Eifersüchtige und rachesüchtige Gattin des Zeus.
Inghean Bhuidhe Aspekt einer Triadengöttin, zu der außerdem noch die Schwestern Lassair und Latiaran gehörten. Sie war eine Göttin aus Beltane und personifizierte den Sommeranfang.

Kali
Göttin der Schöpfung und Vernichtung. Beschützerin misshandelter Frauen. Kali Ma wird angerufen, wenn eine Frau sich physisch bedroht fühlt. Sie ist sehr mächtig.

Lassair
Göttin des Feuers und des Hochsommers; einer der Aspekte einer Triadengöttin mit ihren beiden Schwestern Latiaran und Inghean Bhuidhe.

Latiaran
Die jüngste der drei Schwestern. Latiaran war die Göttin des Erntefestes Lughnasadh und Göttin des Herdes.

Maat
Göttin der Gerechtigkeit und höheren Ordnung. Sie sorgt für Gleichgewicht in jeder Situation, bevorzugt niemanden und fällt gerechte Urteile.

Macha
Ein Aspekt der Morrigan, eine Triadengöttin des Todes, der Schlacht und Zerstörung. Sie war ebenfalls eine Pferdegöttin und verdammte die Krieger vom Roten Zweig zu neun Tagen Wehenschmerzen, als Ulster sie am dringensten benötigte. Die Ulsterfestung Emain Macha ist nach ihr benannt.

Morgane (le Fay)
Wasserfrau mit Zauberkräften, die sich der Sage nach mit Merlin vermählte und die magischen Künste von ihm erlernte. Andere Geschichten wiederum beruhen darauf, dass sie nur eine Vertraute von Merlin war und Nimue seine Frau. In dieser Erzählung ist Morgane, auch Morgane le Fay genannt, die Halbschwester von König Artus. In allen Legenden jedoch wird sie als 'Herrin oder Dame vom See' bezeichnet und war vermutlich einst eine Hohe Priesterin von Glastonbury Tor, der heiligen Stätte der Heiden in der Artussage, die als Tor zur Anderswelt fungierte. Sie wird auch als eine Göttin des Meeres gesehen.

Morrigan

Triadengöttin, die aus den drei Göttinen des Krieges, der Schlacht, des Todes und der Zerstörung besteht: Neman (jungfr.), Macha (Mutter) und Babd (alte). Auf den Schlachtfeldern nahm Morrigan die Form einer Krähe oder eines Raben an und flog kreischend darüber hinweg, um die Geister der gefallenen Krieger zu sich zu rufen.
Rhiannon Göttin des Todes, der Anderswelt, der Magie, der Musik und des Mondes und Überbringerin von Träumen. Sie wird durch ein weißes Pferd symbolisiert. Das Bild des Pferdes lässt darauf schließen, dass sie als Vermittlerin zwischen der Erde und der Anderswelt auftrat.

Selene
Mondgöttin.

Sul
Göttin der heißen Quellen und der Heilkunst. Die Wurzel ihres Namens bedeutet 'Auge' - eine archetypische Verbindung zur Sonne. Im Großbritannien vor Christus, zur Zeit der Besatzung Roms wurde ein Ort nach ihr benannt in dem heiße Quellen sprudelten: Aquae Sulis. Später wurde die Stadt in das heutige Bath (England) umbenannt.

Venus
Göttin der Liebe

Vesta
Götin des Herdes und des Herdfeuers (das Herdfeuer war früher etwas lebenswichtiges und heiliges)

Adonis
Gefährte der Aphrodite. Gott der Pflanzenwelt. Unter Hexen auch ein anderes Wort für 'Herr'. Bei den Phöniziern der Gefährte der Astarte; bei den Römern der Gefährte der Venus.

Anubis
Schakalgott mit Schutzfunktion. Beschützer der Isis. Wird zum persönlichen Schutz angerufen.

Apollo
Zwillingsbruder der Artemis. Gott der Sonne, des Lichts und der schönen Künste
Cernunnos Der gehörnte Gefährte der Göttin. Ein mächtiger Aspekt des männlichen Göttlichen; trat früher in den Fruchtbarkeitsritualen zu Beltane im Wicca-Glauben als der Gehörnte Jäger auf (gehörnt mit einem aufgesetzten Hirschgeweih, da der Hirsch als mächtigstes Tier angesehen wurde) und vereinte sich mit der Göttin.

Eros
Gott der Liebe und Sexualität und Lust. Er gilt in späterer, hellenistischer Zeit als Sohn des Kriegsgottes Ares und der Liebesgöttin Aphrodite. Geliebte des Eros ist die Psyche. Dargestellt wird er als geflügelter Bogenschütze. Besonders bekannt ist dieser unter seinem römischen Namen Amor, der die Psyche liebt, wie es etwa das in dem Roman 'Der goldene Esel' des Apuleius nachzulesen ist.

Horus
Flakengott. Allesseher und Heiler

Jupiter
Er ist der Gott der bei Erfolgs und Glücksritualen gerufen wird. Früher war er neben Karnayna der Gott des Lichtes, und der vier Himmelsrichtungen.
Karnayna Karnayna ist der Gott der Jagd und des Lichtes. Zwei Hörner schmücken seinen Kopf. Man könnte auch sagen, daß er der Gott des Erfolges ist, da er gerufen wird um etwas zu schaffen, bzw. zu erreichen. Aber auch um etwas zu erschaffen. Auch er hat nach Mitternacht seine dunklen Eigenschaften, deshalb sollte das Rufen nach Mitternacht vermieden werden.

Mars

Mars ist der Gott des Krieges und der Entscheidungen. Wenn wir mit uns in einem Konflikt (Krieg) stehen, uns also nicht entscheiden können, dann sollte man diesen Gott um Hilfe bitten.

Odin (Wotan)
Gemahl der Freya. Odin ist der Gott des Krieges und des Todes, aber auch der Gott von Poesie und Klugheit. Er hing für neun Tage, durchbohrt durch seinen eigenen Speer, am Weltenbaum. Hier erlernte er neun mächtige Lieder und achtzehn Runen. Odin kann die Toten sprechen lassen, um den weisesten unter ihnen zu befragen. Von diesem Thron in Asgard aus beobachtet er alles, was in den neun Welten geschieht. Informationen werden ihm auch durch seine zwei Raben Huginn und Muninn zugetragen. Er befindet auch sich in Valhalla, in dem die nordischen Helden nach ihrem Tode weiterleben. Die Attribute von Odin sind der Speer Gungnir, der nie sein Ziel verfehlt, der Ring Draupnir von dem jede neunte Nacht acht neue Ringe erscheinen und sein achtbeiniges Pferd Sleipnir. Er wird von den Wölfen Freki und Geri begleitet, denn er sein Essen gibt. Selber braucht er nichts, außer Wein. Odin hat nur ein Auge, das wie die Sonne leuchtet. Sein anderes Auge tauschte er am Brunnen des Wissens für Weisheit.

Osiris
Schwestergemahl der Isis. Gebieter über alle Welten, einschließlich des Pflanzenreiches und des Jenseits.

Pan
Natur- und Waldgott. Lustvoller Geselle und zuständig für Ausgelassenheit, Freizügigkeit, Ausschweifung, Gesang und Tanz

Poseidon
Meeresgott. Seine heiligen Tiere sind Delphine und Pferde

Shiva
Gefährte der Shakti und Kali. Gebieter über das zyklische Werden, Vergehen und Neuentstehen der Schöpfung. Shiva kann sowohl zerstören, als auch neu beleben.

Thor (Donar)

Donner- und Himmelsgott. Beschützer der arbeitenden Bevölkerung, Bauern und Seeleute. Er ist ein Sohn von Odin und Jord und einer der mächtigsten Götter. Er ist mit Sif, einer Fruchtbarkeitsgöttin, verheiratet. Seine Geliebte ist die Riesin Jarnsaxa (Eisenmacht) und seine Söhne sind Magni und Modi. Dann hat er noch eine Tochter namens Thrud. Thor wird gewöhnlich als ein großer, mächtiger Mann mit rotem Bart und leuchtenden Augen geschildert. Trotz seiner furchterregenden Erscheinung war er als der Beschützer vor den Kräften des Bösen sowohl von den Göttern als auch den Menschen sehr geachtet. Er übertraf in seiner Popularität sogar seinen Vater Odin, weil er im Gegensatz zu Odin keine Menschenopfer verlangte. Die Wikinger glaubten bei einem Gewitter, daß dann Thor auf seinem Wagen, durch den Himmel fuhr. Blitze entstanden, wenn er seinen Hammer Mjollnir warf. Thor trug den Gürtel Megingjard, der seine bereits beträchtliche Stärke nochmals verdoppelte. Seine Halle ist Bilskimir, die in der Gegend von Thrudheim (Platz der Macht), liegt. Donar ist das keltische Äquivalent zu Thor, während die Römer in ihm ihren Gott Jupiter sahen. Heute noch lebt Thor in unserer Gesellschaft fort, der Donnerstag ist nach ihm benannt.

Thot
Gott der Reinkarnation. Auch Mondgott und Hüter der Weisheit, der die Wissenschaften fördert.

Zeus
Göttervater und Herrscher im griechischen Pantheon. Gott des Donners und der Blitze, Gefährte der Hera und angeblich Vater von Herkules, den er mit einer sterblichen zeugte und sich so den ewigen Zorn und die Rache von Hera einhandelte.



Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag an unsere Hexe:

Sophia Tara