Altar

Der Altar ist der Ort, an dem eine Hexe ihre magischen Handlungen vollzieht. besonders schön ist, wenn der Altar immer an der gleichen Stelle stehen kann. Ein kleiner Tisch, eine Holzkiste reichen als Altar völlig aus. Manche modernen Hexen müssen ihren Altar immer wieder abbauen, weil der Platz im Haus nicht ausreicht. Für diesen Fall empfehle ich eine Holztruhe, in der die Altargegenstände aufbewahrt werden können. So hat die Hexe selbst bei Platzmangel alles zusammen und muss nicht lange nach ihren Sachen suchen, wenn sie sie braucht.
Wer einen stehenden Altar hat, sollte nie versäumen, regelmäßig eine Kerze dort anzuzünden und eine Reinigungsräucherung auf dem Altar durchzuführen. Egal, ob die Hexenwerkzeuge offen auf dem Altar liegen oder verschlossen aufbewahrt werden, vor jeder Handlung sollte alles gereinigt werden! Es ist kein Altar wie in der christlichen Kirche, sondern vielmehr dein persönlicher Ort, an dem du meditierst, Rituale durch führst und deine magischen Hexenwerkzeuge aufbewahrst. Es ist dein persönlicher Altar, er gehört nur dir und sollte von keinen fremden Energien beherrscht werden. Er hilft dir, dich auf deine innere Kraft zu konzentrieren.
Es liegt an dir, wie er aussehen soll. Es ist dein persönlicher Ort, dein persönlicher Altar, also gestaltest du ihn nach deiner Persönlichkeit. Wichtig ist, dass du dich an dem ausgewählten Ort konzentrieren kannst, ohne jeden Augenblick von jemandem gestört zu werden!

Athame

Das Athame ist ein Ritualmesser mit zweischneidiger Klinge und schwarzem Griff.
Athame oder Ritualdolch sind zwei Namen für den gleichen Gegenstand. Der Ritualdolch wird unter anderem genutzt, um den Schutzkreis zu ziehen. Der Ritualdolch soll ebenfalls negative Energien fernhalten und ist klassischerweise aus Metall mit einer doppelseitig geschliffenen Klinge. Das macht ihn zu einem gefährlichen Werkzeug. Aus diesem Grund nutzen viele Hexen heute den Ritualdolch gar nicht mehr oder sie haben einen Dolch aus Holz, der nur noch symbolhaft auf dem Altar liegt. Selbstverständlich kann auch mit dem Dolch aus Holz ein Schutzkreis gebildet werden.
Das Athame mit weißem Griff (Bolline) wird zum Schneiden von Kräutern und zum Schnitzen von Symbolen auf Kerzen oder zum Schneiden des Zauberstabs!

Hexenkessel

In einem Hexenkessel verbrennt man Kräuter und braut sich seine eigenen Zaubertränke. Auch kann man ihn einfach als Behälter für andere Werkzeuge benutzen. Er ist ein zentrales Arbeitsinstrument, aber auch entsprechend teuer. Er ist ein Symbol der Göttin, der Weiblichkeit, der Fruchtbarkeit und des Elementes Wasser. Meist sind Hexenkessel dreibeinig und stehen für Inspiration und Unsterblichkeit der Seele.

Kelch

Der Kelch verkörpert das Element Wasser. Während eines Rituals wird er als Behälter des geweihten Wassers eingesetzt. Der Kelch ist das Symbol für die Gefühle und die Intuition und steht als Zeichen für Weiblichkeit. Wenn er verwendet wird, werden diese Kräfte hervorgerufen. Es muss kein kostbarer Kelch sein, es tut ein einfaches Schälchen oder Glas.
Er wird für geweihtes Wasser als Behälter verwendet, dabei kann er aus jedwedem Material bestehen:
- Kupfer
- Messing
- Zinn
Das Material ist nicht ausschlaggebend für das jeweilige Ritual. In Ritualen nimmt man große Energien der Göttin in sich auf, wenn man einen Schluck geweihtes Wasser nimmt und ihn weiterreicht mit dem Wort Achut. Auch wird der Kelch zu Zwecken des Hellsehens als magischer Spiegel eingesetzt und des Weiteren kann man auch für Heilriten positive Energien in das Wasser aus dem Kelch fließen lassen.
Auch wird Ritualwein daraus getrunken zu den großen Jahreskreisfesten.


Kerzen

Kerzen stehen für das Element Feuer und werden angezündet, weil sich in ihrem Schein gute Geister, positive Energien sammeln, die wir für unsere magischen Handlungen als Begleiter einladen.
Bei den Kerzen, die wir Hexen benutzen, unterscheiden wir in Ritualkerzen und Schutzkerzen. Die Schutzkerze ist immer weiß oder schwarz. Weiß symbolisiert die Reinheit und Unschuld, schwarz schützt ebenfalls vor negativen Energien. Die Ritualkerzen haben die Farbe, die zu unserer Handlung passt.
Für Göttin und Gott haben wir meist auf unserem Altar eine große Altarkerze brennen.

Pentagramm

Für uns Hexen stehen die 5 Zacken des Pentagramms für den Geist und die 4 Elemente, die die Energien des Lebens symbolisieren: Feuer, Wasser, Luft, Erde.
Das Pentagramm ist das Symbol der Hexen überhaupt und darf auf keinem Altar fehlen. Es ist möglich, das Pentagramm auf einem Altartuch darzustellen, genauso gut kann auch ein Räucherstäbchenhalter in Pentagrammform benutzt werden oder ein geschnitztes Pentagramm, ein Pentagramm aus Kreide gezeichnet und so weiter. Das Pentagramm ist vom Geschmack der jeweiligen Hexe abhängig, doch fehlen sollte es nicht.
Jede Hexe trägt meist bei magischen Handlungen auch ein Pentagramm am Körper, um den Hals, am Armband oder als Stickerei auf dem Kleid (Gewand).



Räuchergefäß/Räucherschale

In ihnen werden getrocknete Kräuter verbrannt, damit sie ihren Rauch verströmen und unsere Rituale unterstützen. Man kann zu etwas Wasser auch ein paar Tropfen Duft Öl geben und das alles in der Räucherschale verdampfen lassen.
Die Räucherschale oder das Weihrauchgefäß ist sehr wichtig, denn Räuchern ist ein Mittel, um gute Atmosphäre für die Zauber, Gebete und Beschwörungen zu schaffen. Es gibt 3 Arten, wie man räuchern kann:
1. Fertigprodukte (meist in Form von Kegeln oder Stäbchen)
2. Kräuter (getrocknet, die man dann auf angezündete Räucherkohle legt, damit sie ihren typischen Duft verströmen)
3. Duftsteine (diese sind aus rauem Material und fühlen sich an wie Ton, man tropftauf diesen Stein ätherische Öle und stellt ihn dann an eine warme Stelle im Raum, dann verdunstet das Öl und verströmt seinen Duft)
Die Räucherschale steht somit für das Element Luft.

Zauberstab

Auch mit dem Zauberstab lenken wir die magische Energie. Der Stab repräsentiert das Element Feuer und kann somit auch Feuergeister (Salamander) herbeirufen, zusätzlich ist er aber auch das Symbol für das Element Luft. Wichtig ist, festzustellen, aus welchem Holz der Stab gemacht ist, da verschiedene Hölzer auch unterschiedliche magische Fähigkeiten haben. Damit er ein unentbehrlicher Wegbegleiter wird, muss man ihn vor dem ersten Benutzen mit der eigenen persönlichen Energien aufladen. Ein Zauberstab ist nicht nur ein kleiner Stock, den man in der Hand halten kann, sondern sie können auch so groß wie Wanderstöcke.
Mit dem Stab werden magische Kreise gezogen, magische Symbole auf den Boden oder in die Luft gemalt. Die verschiedenen Hölzer, aus denen der Zauberstab geschnitzt ist, haben verschiedene magische Eigenschaften. Mit dem Stab werden bei Ritualen die Erde, das Wasser oder Menschen berührt und er soll Kontakt mit der Mondgöttin herstellen.
Der Zauberstab verlängert die Hand der Hexe und transportiert den magischen Willen weit ins Universum.
Zauberstäbe sind meistens aus Holz, aber auch hier ist vieles andere denkbar.
Viele Hexen schnitzen ihren Zauberstab selbst. Er gehört nicht unbedingt auf den Altar sondern vielmehr in die Hand der Hexe, ist aber für ein richtiges Ritual unerlässlich.

Besen

Nicht nur die alten, warzenübersäten Hexen brauchen Besen, denn auch heute ist es als Reinigungsutensil ein wichtiges Werkzeug. Er repräsentiert das Element Erde und Luft.
- Man säubert energetisch magische Kreise
- Man reinigt und segnet rituelle Orte
Beim Kehren geht es in erster Linie um die spirituelle Reinigung und nicht das blitzblanke Befreien von Staub, aber das kann man verbinden:

1. Kehre
2. Visualisiere, dass sich der betreffende Ort von allem
Negativem befreit
3. Lege deinen Hexenbesen unters Bett oder hänge ihn quer über die Tür, er wird dir
Schutz und Glück bringen.

Salzschale

Man füllt ein Schälchen mit Salz und schon hat man die Salzschale. Sie ist das Symbol des Elementes Erde und repräsentiert die Reinigung. Die Schale ist das Sinnbild für Lebenskraft, Unsterblichkeit, Ewigkeit und darüber hinaus schützt das Salz uns vor bösen Geistern.

Ritualkleidung

Als erstes sollte diese natürlich bequem sein, denn das, was du trägst, drückt dein Ich, deinen Gemütszustand und deine Einstellung der Magie gegenüber aus. Ritualkleidung sollte aus natürlichen Stoffen bestehen (Wolle, Baumwolle, Leinen, Viskose, Seide, ...), denn das ist ganz im Sinne der Magie, im Einklang mit der Natur zu sein.
In einem Zirkel einigt man sich meist auf eine Farbe bei einem Ritual (Weiß und Schwarz sind sehr beliebt), manchmal aber auch nicht. Generell sind helle Farben auch unheimlich bewährt, da sie Licht in den magischen Kreis bringen. Und manche wählen die Farben entsprechend den Elementen:
Erde – gelb
Feuer – rot
Wasser – grün
Luft - blau
Deine Ritualkleidung sollte immer sauber und in Ordnung bleiben, die sollte erst direkt vor dem Ritual angezogen werden, damit sie möglichst rein bleibt. Man sollte sie auch nicht zu oft waschen, da sie dabei einiges an Energie einbüßt. Eine beliebte Ritualkleidung ist die Robe, denn sie strahlt Einfachheit und Würde zugleich aus, mit ihr betont man die Heiligkeit des Rituals. Auch ist es möglich, die Robe mit Zeichen zu verzieren (du kannst sie natürlich auch unverziert lassen), aber auf keinen Fall zu viel Verzierung, das würde stören!
Am besten ist es, wenn man die Ritualkleidung zwischen kleinen Kräutersäckchen mit Lavendel, Rose oder Zeder aufbewahrt. Manche Roben sind mit Kapuze ausgestattet, was sehr förderlich ist, denn man kann ideal abschalten für eine Meditation.
Einige Zirkel und Hexen feiern aber auch sehr gerne nackt, was nicht immer gerne gesehen wird.

Buch der Schatten

Das Schattenbuch ist ein ganz spezielles Buch, das jede Hexe sich selbst anfertigt. Sie trägt alle Erfahrungen mit der Magie ein, die sie im Lauf ihrer eigenen Hexengeschichte macht. Das Schattenbuch bleibt geheim, bis es an die Nachfolgerin der Hexe weitergegeben wird. Schattenbücher aus dem Buchhandel dienen kommerziellen Zwecken und enthalten keine Geheimnisse.



Gürtel

Der Gürtel ist quasi ein magischer Kreis um den eigenen Körper, zusätzlich dient er zur Befestigung der Ritualkleidung. Als Material eignen sich:
Baumwolle, Samt und Seide, Leder, alle mehr oder weniger natürlichen Ursprungs in Form einer Kordel. Die meisten Hexen und Magier benutzen ihren Gürtel auch als Messstab zum Abmessen, z.B. für den Durchmesser des magischen Kreises. Zu diesem Zweck knüpfen auch viele magisch tätige Personen sich Knoten hinein, die aber auch magische Energien oder Zustände kennzeichnen.

Kristallkugel

Die Kristallkugel ist aus Spezialglas oder Bergkristall. Sie dient zum Wahrsagen und gleicht dabei einer Meditation. Beginne daher mit einer Atems – und Entspannungsübung. Wenn die Kristallkugel dich magisch unterstützen soll, musst du sie behutsam behandeln. Sie sollte niemals ans Tageslicht gelangen und immer in ein schwarzes Tuch gehüllt sein. Niemand außer dir sollte sie schauen oder auch nur mit ihr in Berührung kommen.

Im Weiteren werden natürlich auch Talismane, Spiegel, Stirnbänder und Ringe verwendet. Was magisch aufgeladen wurde, dient der Arbeit einer Hexe. Kräuter dürfen meist auch nicht fehlen.

In großen Ritualen gibt es selbstgebackenen Kuchen oder Brot.

 

Auch für diesen Beitrag bedanke ich mich bei unserer Hexe

Sophia Tara

 

Der Magier wird hier viele Paralellen finden.