Das Wort Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie "verbinden, zusammenführen" und damit ist die Verbindung mit dem Göttlichen gemeint. Das Yoga stammt aus Indien und dem Hinduismus, auch wenn später dazukommende, buddhistische Einflüsse auch stark ins Yoga übernommen wurden.

 

Über Yoga kann sehr viel gesagt werden doch eine wichtige Information sollte jeder beherzigen: Es ist ein System aus Indien, für gläubige Hindus und wer sich ernsthaft mit Yoga beschäftigen will muss zwar nicht, aber sollte sich mit der hinduistischen Philosophie und Religion vertraut machen, was viele Probleme innerhalb des Yoga löst und für viele Meditationen wichtig ist. Ein Mantra ständig zu wiederholen von dessen Bedeutung man sich kein Bild machen kann hat keinerlei Wirkung und man wäre besser beraten das Mantra in seine Muttersprache zu übersetzen - aber die Gottesnamen kann man schwer übersetzen so dass insbesondere bei Mantras die hinduistische Religion gut verinnerlicht sein sollte. Mantras deren Bedeutung man nicht voll und ganz kennt, wirken so gut wie gar nicht, das ist das Problem.

 

Ein weiteres Problem tut sich auf - der Kommerz. Ursprünglich gab es nur 4 Yoga Wege: Raja Yoga, Jnana Yoga, Bhakti Yoga und Karma Yoga. Später, mit den buddhistischen Einflüssen, kam Kundalini Yoga und Hatha Yoga dazu. Das sind die wirklich orientalischen Yogaarten.

Mittlerweile gibt es aber auch eine Vielzahl an Yoga Arten die mit Yoga gar nichts mehr zu tun haben wie etwa Poweryoga, Green Yoga, Runenyoga, Quantum Yoga, Bikram Yoga, Chi Yoga, Hormon Yoga und viele mehr.

 

Wirkliches Yoga ist keine Freizeitbeschäftigung und kein sportliches Hobby sondern ein ernsthaftes, religiös - magisches System vergleichbar mit der jüdischen Kabbalah, der traditionellen Hermetik oder dem Weg der Jesuiten.

Das Überangebot an Möchtegern Yoga mag zwar für einen extrem gestressten Menschen wirklich eine Oase der Ruhe sein und eine heilsame Wirkung entfalten, aber die hätte der Betroffene auch, wenn er sich einfach mal für einige Minuten hinsetzen und tief durchatmen würde anstatt von einem Termin zum Nächsten zu hetzen.

 

Yoga ist ein Lebensweg, eine Lebensweise, etwas womit wirkliche Yogis 10 Stunden am Tag verbringen und das über Jahrzehnte. Und der Lohn kommt: magische Fähigkeiten, höheres Bewusstsein, innerer Friede und vieles mehr was dem Freizeityogi verschlossen bleibt.

 

Generell wird im Yoga grössten Wert darauf gelegt, sich einen Guru zu suchen welcher beim Üben wacht und beratend zur Seite steht. Das hat seine Gründe, denn manche Praktiken sind für den Schüler gefährlich und nur ein erfahrener Guru kann den Schüler sicher voranbringen. Es gab in der Tat schon Yoga Tote, welche sich durch Überanstrengung auf diversen Gebieten schwer am Körper geschadet haben und schliesslich an den Folgen verstarben. In der heutigen Zeit ist es aber sehr sehr schwierig einen echten Guru zu finden. Die echten Gurus sind zu 99% in Indien zu finden und dort entweder im Urwald, im Gebirge oder in abgelegenen Höhlen nahe einer Stadt. Die meisten "Gurus" die nach Europa oder Amerika gehen haben im Yoga keine ernstzunehmende Erfahrung und bauen darauf, dass sie leichtgläubige Westmenschen übers Ohr hauen können, was ja auch sehr gut funktioniert. Es gibt mittlerweile aber auch westliche Gurus die in Indien einige Jahre oder Jahrzehnte gelernt haben und zurück in den Westen gingen und Bücher schrieben so dass in der Moderne ein Guru zwar hilfreich aber nicht zwingend erforderlich ist.

 

Wem es um spirituelles Wachstum geht, der sollte sich ernsthaft mit "echtem" Yoga befassen und nicht mit dem sportlichen Verrenkungen die als Yoga verkauft werden.

 

vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

- David