Da Rituale in allen Traditionen vorkommen und das Ritual an und für sich das selbe bezweckt und verwendet (auch wenn die Symboliken komplett verschieden sind) habe ich Rituale nicht unter Magie gestellt sondern an diese Stelle. Ausserdem ist es so übersichtlicher, als wenn ich in jeder magischen Tradition einen Extrabereich für Meditationen und Rituale mache - zumal ich nicht bei jeder Tradition was wirklich Brauchbares veröffentlichen kann / darf.

 

Bevor sie sich in die einzelnen Rituale einlesen empfiehlt es sich mehr über Rituale im Allgemeinen zu erfahren.

 

Das wichtigste ist, dass Rituale von einzelnen Magieanwendern entworfen wurden - für den eigenen Gebrauch. Die meisten Rituale waren nie dafür bestimmt von anderen Menschen angewandt zu werden und bezogen sich auf die Glaubenswelt und Symbolik des Machers.

Will man Rituale anderer Personen / Logen verwenden sollte man deren Symbolik möglichst im vollen Umfang verstehen, ansonsten könnte die Wirkung ausbleiben oder negative Effekte eintreten. Man sollte sich auch mit der Symbolik identifizieren können.

 

Dann wäre zu bedenken, dass Rituale letztlich nur Bewusstseinsstützen sind, Hilfen, und von selbst keinerlei Macht besitzen. Erst durch den Anwender erhält das Ritual seine Wirkung. Wer keinerlei magische Macht besitzt (diese erwirbt man durch spirituellen Fortschritt und Training der Geisteskraft wie der Seele) wird auch mit dem stärksten und viel versprechendsten Ritual keinerlei Wirkung erzielen. Bleibt die Wirkung also aus, so sollte man den Fehler nicht beim Ritual sondern sich selbst suchen. Rituale sind also keine Garantie dass irgendetwas funktioniert, auch wenn sie günstige Einflüsse bewirken. Wichtig ist eben die volle Kenntnis der Symbolik und des Zweckes eines Rituales.

 

Anders als beim Reiki oder dem Voltieren wird das Ritual durch seine Anwendung nicht seiner Macht beraubt sondern nur aufgeladen und verstärkt, wodurch viel verwendete Rituale immer mehr Einfluss gewinnen wohingegen Reiki und Co in der heutigen Zeit da es so viele Anwenden ohne die Zeichen wieder aufzuladen, ihre Macht vollkommen verloren haben.

 

Rituale kann man akribisch genau ausführen oder Freiheiten lassen - jeder wie er es möchte. Anfängern empfehle ich jedoch Rituale möglichst detailgetreu zu verwenden da gerade Anfänger die vielen Bewusstseinsstützen brauchen. Fortgeschrittene sollten wissen welche Hilfen sie noch benötigen und welche Überflüssig sind.

 

Generell hilft ein Ritual die Glaubenskraft zu aktivieren und erleichtert die Konzentration und Visualisierung. Wie gesagt es ist jedoch keine Garantie auf Erfolg. Auch das allerbeste Kletterseil macht einen Laien noch nicht zu einem Profikletterer.

 

Hilfsmittel sind in Ritualen nicht nur erlaubt sondern oft sogar für einen Erfolg wichtig. Wer über eine sehr gute Imaginationskraft verfügt, sein Bewusstsein auf viele Dinge gleichzeitig richten kann und dabei noch in einer gewissen Trance zu sein, kann auch ganz ohne Hilfen arbeiten, aber das dürften nur die sehr fortgeschrittenen Magier sein. Wer am Anfang des Weges steht und Rituale machen will ist besser beraten so viele Hilfsmittel wie möglich zu benutzen.

 

Dazu gehören:

Farbige Kerzen, Räucherwerk, magische Gewandung, magische Stäbe, Musik, farbiges Licht und vieles mehr.

 

Wer genaue Informationen zu den Hilfsmitteln will bekommt ausführliche Information im 2. Werk von Bardon "Praxis der magischen Evokation" wo er alle Hilfsmittel - ihre Ladung, ihr Wirken und ihre Art genau beschreibt. Hier nur kurz die Hilfsmittel mit Grundgedanken (mit dem sie geladen werden und anzulegen sind)

Generell gilt, die Hilfsmittel können so schlicht oder prunkvoll sein wie man will, aber es empfiehlt sich nur magische Symbole an den Hilfsmitteln anzubringen die den Anwender auch an ihre Bedeutung erinnern, sprich man sollte nur Symbole benutzen deren Bedeutung man kennt, und generell ist weniger mehr, aber wer viele Stützen braucht und alle gleichzeitig erfassen kann, kann auch gerne mehr verwenden und wird auch Erfolge haben. Es bringt aber nichts ein Hilfsmittel derart mit Symbolen zu überschütten, dass man die Einzelnen gar nicht mehr erkennen kann.

 

Magische Gewandung:

 

Robe:

Schutz vor unerwünschten Einflüssen. Sie soll auch vom Alltag abschirmen und das Gefühl vermitteln, als Magier zu wirken.

Magische Kopfbedeckung: Meist ein Stirnband mit magischen Symbolen (Magusbinde) oder eine Krone bzw. ein Tiara. Eine Kapuze tut es theoretisch auch, aber hat meist einen schwächeren Effekt. Der Sinn ist, den Magier daran zu erinnern, dass er als göttliches Wesen wirkt, in Gottverbundenheit, und nicht als einfacher Mensch. Ich selbst bevorzuge das Stirnband da der Druck mir Gegenwärtig ist und mich ununterbrochen an mein geistiges ich erinnert.

Gürtel: Symbolisiert die Herrschaft über sich selbst (innere Mitte) und über die Elemente (in sich selbst wie aussen) als Zeichen der Elementeharmonie.

Sandalen / Schuhe: Schutz, Erdung und Bequemlichkeit damit der kalte Fussboden nicht aus der Konzentration reisst.

 

Magusbinde / Diadem / Krone / Stirnband:

 

Symbolisieren Konzentration, Willenskraft, Selbstbeherrschung, Würde und Macht des Magiers.

 

Gürtel:

Symbolisieren das Gleichgewicht und die innere Mitte - also dass der Magier unbeeinflussbar ist. Oftmals wird auch eine Kordel verwendet

 

Magischer Stab:

Kann aus vielen Materialien sein, es empfiehlt sich aber ein Kupferrohr mit Bergkristall gefüllt (gibt es in Onlineshops auch zu kaufen, wenn man sie die Herstellung nicht selbst zutraut)

Der Stab symbolisiert den Willen und die Macht des Magiers, sowie als Gerät zur Bündelung und Kanalisierung der gerufenen Kräfte und ist das wichtigste Hilfsmittel.

 

Schwert / Dreizack:

Symbolisiert den Sieg des Magiers, dass jedes Wesen und jede Kraft ihm gehorchen muss. Bei den allermeisten Ritualen kann man jedoch darauf verzichten. Das Schwert erinnert mehr an Sieg, der Dreizack an die Beherrschung der 3 Ebenen, sprich, dass der Einfluss des Magiers die mentale, astrale und stoffliche Welt erreicht.

 

(Details zur magischen Gewandung gibts auch im Bereich magische Symbole - Allgemeine Symbole)

 

Licht und Kerzen:

die Farben entsprechen dem Zweck des Rituals und zeigen entweder dem Ritual analoge Sphärenfarben oder eine dem Ritual analoge Elementfarbe. Manche Rituale erfordern mehrere Farben von Kerzen / Lichtern.

 

Räucherwerk:

Soll auf das Ritual einstimmen und den Geist erheben. Eine Art Universalräuchermittel ist Weihrauch. Im Grunde hat aber jedes Element und jede Sphäre eine entsprechende Räucherung.

Man kann zum Zweck der Trance auch kleine Mengen! Opium beifügen.

 

Musik:

Ebenfalls zur Erhebung des Geistes gedacht und auf den Ritualzweck abzustimmen.

Generell eignet sich die klassische Musik (Mozart, Bach, Beethoven) für die meisten Zwecke. Man kann aber auch indianische oder generell schamanische Musik nehmen. Aber auch moderne Trancemusik oder sogar sehr harte Metalmusik - es muss halt dem gewünschten Zweck dienen und soll nicht ablenken sondern die Konzentration vertiefen weshalb starker Bass oder eine zu schnelle oder wechselhafte Melodie (auch Chöre) für Viele ungeeignet sind und ruhige, der Versenkung hilfreiche Musik verwendet werden sollte. Wen solche Distraktionen nicht ablenken oder sogar die Konzentration fördern kann sie natürlich verwenden. Beispiele finden sie unter Musikempfehlungen

 

vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

- David