Nahrung:

 

Essen erhält den Körper und gibt ihm die Nährstoffe die er braucht um optimal zu funktionieren. Zu wenig Nahrung ist sehr schädlich und gefährlich. Ebenso zu viel Nahrung die sich einlagert und zu Gefässverschlüssen führen kann. Einseitige Ernährung hat ein ähnliches Problem wie Mangelernährung – einige wichtige Stoffe werden dem Körper enthalten. Der Körper ist erfinderisch und vermag den Mangel einige Zeit lang zu überbrücken aber nach ein paar Jahren der falschen Ernährung schlägt der Körper zurück. Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfälle, Osteoporose, Leberzirrhose, Blindheit, Ausschläge – all das sind mögliche Krankheiten die mit richtiger Ernährung zu vermeiden wären.

Vegetarisch ist besser als Carnivorisch. Der Mensch kann Fleisch verdauen, aber besonders rotes Fleisch wird nur langsam verdaut und verwest im Körper bevor es ausgeschieden wird und vergiftet den Körper von innen. Zumal die negativen Schwingungen im Fleisch nicht optimal sind. Eine vegetarische Ernährung ist heutzutage möglich und das ohne Nährstoff oder Geschmackseinbussen. Pflanzliche Nahrung ist verträglicher und reicht aus – sogar manche Bodybuilder leben rein vegetarisch und nehmen ihr Eiweiss aus Hülsenfrüchten.

Sehen wir uns im Tierreich um. Man sagt „Iss damit du gross und stark wirst“ Was sind denn die grossen starken Tiere? Elefanten, Flusspferde, Pferde, Giraffen...alles Pflanzenfresser. Was ist mit den Fleischfressern? Die schlafen etwa 20 Stunden am Tag, sind generell träge und schwerfällig ausgenommen die kurzen Momente der Jagd wo sie ihre Kräfte mobilisieren.

Du bist was du isst – wären sie lieber ein Apfelbaum oder ein Schwein? Eine Blume oder ein Rindvieh? Entscheiden sie selbst.

Einige spirituelle Systeme, etwa Yoga, bestehen auf Vegetarismus um die Energien des Körpers zu heben und zu stärken. Das ist richtig. Die Hermetik verlangt keine vegetarische Ernährung da letztlich der Geist über den Körper siegt – eine vegetarische Ernährung macht es dem Geist aber leichter da der Körper von sich aus gesünder und kräftiger ist und der Geist weniger Energie umleiten muss um den Körper zu erhalten.

 

Sexualität:

 

Auch hier scheiden sich die Geister. Während im Yoga oder Buddhismus, aber auch katholischem Christentum, Enthaltsamkeit gefordert wird, sehen viele andere Systeme Sexualität als ganz natürlich und erstrebenswert an.

Richtig ist, dass Sex dem Mann Energie entzieht. Sperma ist konzentrierte Lebenskraft die beim Sex abgegeben wird. Durch den schlagartigen Verlust von so viel Lebenskraft wird der Mann müde, schlaff, träge. Sie kennen das vermutlich.

Frauen dagegen, wenn sie das Sperma aufnehmen werden bekommen im wahrsten Sinne einen Energieschub und fühlen sich nach dem Sex wacher, frischer, stärker, vitaler und wollen oft mehr – was im Schlafzimmer oft für Frust sorgt.

Frauen geben ihre Lebensenergie (Eizelle) bei der Periode ab – der Mann fühlt sich nach dem Sex also ein wenig wie die Frau bei der Periode. Dafür bekamen Männer einen starken Trieb damit sie diese, für sie im Grunde schädliche Handlung, oft wiederholen.

Die Yogis nutzen die Kraft des zurückgehaltenen Spermas bewusst um ihre Chakren zu stärken. Manche Yogis und Mönche sind in der Lage diese gestaute Lebenskraft (Chi) aus ihrem Körper zu projizieren, etwa durch die Handflächen, wodurch eine Art elektrischer Schlag nach aussen entweicht der den Gegner töten kann (Herzinfarkt) Menschen heilen kann (Elektrotherapie) oder ein Schild errichten kann etc. Sperma ist gestautes elektrisches Fluid (die Eizelle gestautes magnetisches Fluid)

Auch hier hat der Osten recht – die Körpereigene Energie entlastet den Geist und kann einfacher gelenkt werden als rein geistige Energien. Meister Chang etwa kann allein mit dieser Kraft Feuer entzünden oder weit entfernte Objekte bewegen (Telekinese)

Der Westen sieht wieder die Dominanz des Geistes. Es ist, mit Ausnahme mancher magischer Praktiken, nicht nötig zölibatär zu leben (und bei genannten Praktiken nur etwa 1 Woche zur Reinigung) Sexualität kräftigt den Körper, indem er Glückshormone freisetzt, die wiederum den Körper besser funktionieren lassen und für eine gute Grundstimmung der Seele sorgen.

Männer die zu wenig Sex haben sind meist mürrisch, aggressiv, reizbar, gewaltbereit und dergleichen während Frauen die zu wenig Sex bekommen meist sehr zickisch, launisch oder depressiv sind. Umgekehrt, zuviel Sex ist auch schädlich. Für Männer heisst das Schlappheit, Trägheit, Antriebs und Energielosigkeit etc. Für Frauen überdreht sein, Hyperaktivität, nicht zur Ruhe kommen können, unter Spannung stehen etc.

Natürlich ist es eine wunderbare Übung für den Geist trotz der körperlichen Hormoneinflüsse einen stabilen Grundcharakter aufrecht zu erhalten. Generell gilt aber, dass auf Sex nur dann verzichtet werden sollte, wenn es ein tiefes inneres Bedürfnis ist – solange man sich zwingen muss ist es besser, die Sexualität auszuleben. Für einen spirituellen Fortschritt ist das Zölibat hilfreich aber nicht zwingend nötig.

 

Drogen:

 

Dazu gehören nicht nur verbotene Drogen wie etwa Haschisch, Hanf und dergleichen sondern auch legale Drogen wie Zigaretten, Alkohol, Schokolade oder Fernsehen.

Alles was süchtig macht und wovon man Entzugserscheinungen bekommen kann zählt als Droge und da fällt mehr hinein als man denkt.

Viele spirituelle Richtungen, vor allem die Schamanen, bedienen sich ganz bewusst Drogen. Viele Stoffe können das Bewusstsein erweitern indem sie das Band zwischen Seele und Körper lockern und damit etwa eine Astralreise herbeiführen oder vorüber gehende Hellsichtigkeit, Hellfühligkeit, Hellhörigkeit etc. erlauben.

Die berühmten Drogetrips sind nichts anderes wie gewaltsam geöffnete, unkontrollierte astrale Sinne. Die körperliche Wahrnehmung wird unterdrückt und die astrale erzwungen. Da es unkontrolliert ist hat der „bekiffte“ keine Möglichkeit sich auszusuchen was er sieht. Manche sehen wunderschöne Landschaften mit wunderschönen Bewohnern, andere Landen in einer wahren Hölle (Höllentrip im wahrsten Sinne) Da die Betroffenen das Gesehene für stoffliche Realität halten und nicht wissen, dass es sich um astrale Welten handelt, kann das zu enormen Panikattacken führen. Manche Drogen zerstören das Band Körper / Seele + Geist auch dauerhaft wodurch es zu verschiedenen Graden des „Wahnsinns“ oder der Apathie kommen kann. Der Körper verliert die Verbindung zur höheren Vernunft und verfällt seinen animalischen Instinkten und Trieben und erhält nur noch verzerrte Eingebungen seines Geistes. Ein tragisches Schicksal. Die Schamanen wissen um die Gefahren aber auch um die richtige Dosis, so dass ihre „Trips“ meist ganz genau dazu führen was sie erreichen wollten.

Man kann Drogen aber auch anders Vorteilhaft nutzen. Franz Bardon nutzte etwa Zigaretten bewusst zur Willensstärkung indem er vom 01.01 des Jahres bis zum 31.12. des Jahres rauchte – eine Schachtel am Tag. Dann hörte er sofort auf und rauchte das nächste Jahr überhaupt nicht. Um dann wieder bewusst anzufangen. Drogen kann man also auch bewusst zur Selbstschulung verwenden. Wenn man aber nicht schon eine gewisse Stufe erreicht hat, so dass man die Schäden des Körpers durch die Drogen reparieren kann, sollte man es aus Gesundheitsgründen lieber unterlassen. Zur Willensschulung gibt es andere Methoden.

Prinzipiell sollte auf Drogen aller Art verzichtet werden. Selbst wenn man sie bewusst nutzt um etwa Hellsicht herbeizuführen, sind es Hilfsmittel die einen riesigen Haufen Arbeit einfach wegnehmen. Es sind gute Hilfsmittel in dem Sinne aber wer gehen lernen will sollte nicht dauernd auf Krücken laufen. Der Verlass auf Drogen hemmt die geistige Entwicklung und bald wird man die astralen Sinne ohne Drogen gar nicht mehr nutzen können, wird also auch spirituell von Drogen abhängig und das gilt es zu vermeiden. Zumal Drogen in vielen Staaten illegal sind und auch ins Gefängnis führen können.

Drogen machen abhängig. Fernsehen berieselt uns und wir müssen nicht denken. Auf Dauer büssen wir dadurch unsere Kreativität ein, unsere Fähigkeit selbst Schlüsse zu ziehen (Verdummung) und glauben eher dem was das Fernsehen sagt als das was die Vernunft sagt – das Fernsehen ist ein sehr gefährliches Werkzeug in der Hand der Regierung da das Volk in absoluter Mehrheit das Will und tut, wovon das Fernsehen sagt, dass man es zu wollen und zu tun habe.

 

Mitmenschen:

 

Alle Menschen sind göttlichen Ursprunges und unsere Geschwister. Manche sind bereits erwachsener, manche noch kleine Kinder aber alle sind unsere Geschwister und tragen das Potential zur Göttlichkeit in sich und alle werden – früher oder später – zu wahren Göttern werden.

Daher sind Respekt, Höflichkeit, Toleranz und Bescheidenheit wichtige Pfeiler im Umgang mit unseren Brüdern und Schwestern. Alle Menschen haben den freien Willen so lange Kinder zu bleiben wie sie wollen, Dummheiten zu machen so viele sie wollen und zu schlafen so lange sie wollen. Das müssen wir respektieren.

Das höchste, edelste und schönste zugleich ist der Dienst an unseren Geschwistern – wer hilft nicht gern seiner kleinen Schwester bei ihren Problemen oder schützt sie vor groben Dummheiten? In der Erziehung haben Geschwister oft mehr Einfluss als die Eltern und ab der Pubertät wendet man sich doch lieber an seine älteren Geschwister als an die Eltern.

Unsere Eltern – der geoffenbarte und der ungeoffenbarte Gott – sind immer da und die Wesenszellen des geoffenbarten Gottes ständig dabei uns zu erziehen, doch auch hier kommen ausschlaggebende Veränderungen und wichtige Lektionen meist von älteren Geschwistern – etwa Jesus, Buddha, Laotse, Hermes Trismegistus und so weiter.

Aber auch von Anderen lernen wir – etwa dem netten freundlichen Verkäufer der mit seinem ehrlichen Lachen Lebensfreude in uns sät, der liebevollen geduldigen Mutter die gütig die Geduld bewahrt egal was ihre Kinder anstellen, dem hart arbeitenden Geschäftsmann, dem offenen Bauarbeiter der kein Blatt vor dem Mund nimmt und so weiter.

Wir sehen auch wohin negative Taten und Emotionen führen können. „Der Weise lernt von den Fehlern anderer, damit er sie nicht selbst begehen muss um die Folgen zu erkennen.“

Spirituell gesehen sollen wir unseren Mitmenschen also helfen. Ihnen einen Dienst erweisen. Das heisst nicht, das wir Missionieren sollen und alle Belehren, das wäre ein grosser Fehler und beschneidet ihren freien Willen, nein, wir sollen jedem so helfen wie es für die Person richtig ist. Spirituell Suchenden sollen wir eine Hand reichen, ihnen Erzählen was wir Wissen – so sie es hören wollen, ihnen Autoren empfehlen und sie auf ihrem Weg begleiten so weit sie das möchten. Anderen Menschen können wir helfen indem wir Ideale vorleben. Seien wir ehrlich, respektvoll, geduldig – zeigen wir den Menschen, das man Ideale auch in der heutigen Zeit umsetzen kann. Lächeln wir und verschönern damit den Tag aller die wir treffen. Gerade diejenigen Menschen die am unliebenswertesten erscheinen brauchen die Liebe am nötigsten. Geben wir den Verzweifelten Hoffnung, den Gewalttätigen Liebe (das ist die wahre Bedeutung von auch die andere Wange hinhalten) den Bedürftigen Güter. Indem wir den Menschen dienen (aber ohne uns zu unterwerfen) dienen wir Gott – helfen unseren Eltern unsere Geschwister zu erziehen.

Wir haben nicht das Recht unsere Geschwister zu verurteilen, zu richten oder von Dummheiten abzuhalten. Aber wir sollen sie warnen, welche Konsequenzen ihr Handeln haben kann – was sie damit machen liegt in ihrer Hand. Aber wir dürfen auch eingreifen, wenn die „Dummheiten“ Andere involvieren – wenn ein Bruder eine Schwester schlägt oder vergewaltigt ist es unsere Pflicht die Schwester vor Schaden zu bewahren auch wenn wir dann die Hand gegen den Bruder erheben müssen. Wegsehen hilft niemandem. Hinsehen und eingreifen schützt das Opfer und belehrt den Täter. Verständnisvolle Anteilnahme ist das Stichwort. Man darf den Täter auch nicht verurteilten sondern sollte ihm helfen – kein Mensch handelt Böse ohne einen Grund dafür zu haben der ihn trieb. Gerade Gewalttäter suchen oft nur Liebe und verstecken ihre Trauer hinter einer brutalen Schale.

Der der ohne Sünde ist werfe den ersten Stein. Lieber eine Hand reichen und Hilfe anbieten. Ein Alkoholiker braucht niemandem der ihm die Flaschen kaputt macht, sondern jemandem der ihm hilft das eigentliche Problem, das zur Abhängigkeit führte, aufzulösen.

 

Kindern:

 

Kinder sind besonders kleine Geschwister die unseres Schutzes und unserer Hilfe bedürfen. Es ist die Pflicht der Eltern, die Kinder so zu erziehen, dass sie ihr Potential entfalten können, fähig sind selbstständige Entscheidungen zu treffen, die Konsequenzen ihres Handelns zu erkennen und zu akzeptieren und natürlich, in der Gesellschaft leben zu können.

Antiautoritäre Erziehung in einer Autoritären Gesellschaft führt also zu grossen Problemen was man schon sehen kann – Antiautoritär erzogene Kinder kennen keine Regeln, Gesetze, Respekt oder eben Autoritäten und auch wenn sie ihr Potential sehr frei entfalten landen sie meist sehr schnell im Gefängnis oder sind zu einem Aussenseiter Dasein verdammt ohne wirklich eine Wahl zu haben. Kindern beibringen, das Erfolg nicht wichtig ist, nimmt ihnen in einer erfolgorientierten Gesellschaft viele Aufstiegsmöglichkeiten, so dass sie vermutlich nie eine höhere Position bekleiden werden. Anders herum, Kinder zu erfolgsorientiertem Denken zu erziehen in einer Gesellschaft die nicht erfolgsorientiert ist führt dazu, dass die Person später als „Aloch“ gilt und gemieden wird, aus der Gesellschaft verstossen wird.

Als Elternteil hat man die Pflicht seinem Kind zu ermöglichen seinen eigenen Weg zu gehen und alle Möglichkeiten offen zu halten daher sollte man alle Interessen des Kindes fördern ihm aber auch die Grundlagen für ein Bestehen in der Gesellschaft mitgeben. Also etwa auf Bildung achten, dass es Respekt und Regeln lernt und weiss was Autoritätspersonen sind.

Es gibt bei der Erziehung 10 Regeln die man beachten sollte:

1. Tu niemals so als wärst du perfekt – sonst ist der Schock zu gross, wenn das Kind erfährt, dass du doch nicht perfekt bist.

2. Sei nicht zu grosszügig – das Kind weiss, dass es nicht alles bekommen kann, es testet dich nur

3. Nimm die Ängste des Kindes ernst – auch wenn du weisst, dass es keine Monster unter dem bett gibt, für dein Kind sind sie real und es fürchtet sich und ihm ist mehr geholfen wenn du mit der Taschenlampe nachsiehst als wenn du es auslachst.

4. Versprich nie etwas das du nicht halten kannst – sonst ist die Enttäuschung gross und das Kind kann dir nicht mehr vertrauen.

5. Sei nicht überbehütend – Kinder müssen eigene Erfahrungen machen und dürfen sich auch verletzen und negative Erfahrungen machen. Deine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass die negativen Erfahrungen nicht tödlich enden und in einem sicheren Rahmen ablaufen.

6. Zeige Grenzen auf – Kinder wissen, dass es sie gibt und sie gut sind, sie brauchen nur Hilfe zu erkennen wo die Grenzen verlaufen

7. Sei Konsequent – was immer du androhst musst du durchziehen sonst verliert das Kind den Respekt vor dir und fühlt sich nicht mehr sicher.

8. Schimpfe nie in Anwesenheit 3.er – das Kind ist dann sehr peinlich berührt, schämt sich und ist abgelenkt – es hört viel besser zu wenn es unter 4 Augen erklärt bekommt was es falsch gemacht hat und wie es sich hätte verhalten können.

9. Strafe nie mit ignorieren – das Kind fühlt sich dann ungeliebt und unerwünscht. Lieber einmal kräftig anschreien als ignorieren – noch besser in Ruhe erklären.

10. Lebe vor was immer du deinem Kind beibringst – wenn das Kind das Eine gesagt aber das Andere gezeigt bekommt ist es verwirrt – und der Mensch folgt automatisch eher dem was er sieht als dem was er hört.

 

Arbeit:

 

Aus spiritueller Hinsicht sollte jeder Mensch in der Lage sein sich selbst, ohne Hilfe magischer Kräfte und Fähigkeiten, zu versorgen und ein glückliches Leben zu führen.

Es heisst nicht zwingend, dass man arbeiten muss, es heisst aber, das man seiner Umgebung nicht zur Last fällt bzw. auf der Tasche liegt. In der östlichen Welt ist das oft ein Eremitendasein einsam im Regenwald oder in einem Kloster wo man sich selbst versorgt.

In der westlichen Welt bedeutet das einen Beruf haben und ausüben. Erfolgreiche Magier gehen einem Beruf nach – Bardon war Arzt, Stejnar Goldschmied, Crowley Verleger, Steiner Professor, Quintscher Schriftsteller und Redakteur, Mathers Kurator etc.

Früher wurden oft nur Leute aus wohlhabenden Schichten Magier, einerseits weil Bücher sehr teuer waren, Andererseits weil nur solche Leute Zugang zu derartigem Wissen hatten / lesen und schreiben konnten und natürlich weil nur solche Menschen auch Zeit hatten für ein magisches Studium da sie eben nicht arbeiten mussten.

Heute ist der Arbeitsalltag viel humaner geworden und Bücher sind zu einem Preis erhältlich den sich jeder leisten kann wenn er es will. Auch heute noch befassen sich vor allem Mitglieder höherer Gesellschaftsschichten mit Magie. Einerseits, weil die niederen Schichten meist kein Interesse an höherer Wahrheit und Macht haben, Andererseits weil ein magisches Studium viel zeit erfordert die viele lieber mit Fernsehen verbringen.

Magische Autoren sind meist recht wohlhabend, auch heute noch, was aber eher daran liegt, dass die meisten Verlage nur Autoren verlegen die eine gewisse „Spende“ – Selbstbeteiligung aufbringen oder akademische Titel tragen – oder beides.

Der Grundgedanke ist – wer nicht fähig ist die materielle Ebene mit materiellen Mitteln zu seiner Zufriedenheit zu gestalten und das normale Leben nicht meistert, braucht gar nicht erst versuchen in höheren Welten Autorität oder Macht zu erlangen und sollte sich, bevor er sich mit höheren Gesetzen und Welten befasst, erst einmal auf seiner eigenen Wurzeln schlagen damit er nicht vollkommen abhebt – ein Problem das viele New Age Esoteriker aus der Realität reisst und zu sehr gefährlichen Halbwahrheiten, Sekten, Abhängigkeiten und Lebensumständen führt und mitunter auch in diverse Anstalten.

In vielen Orden und Logen werden daher nur Mitglieder aufgenommen, die in der Lage sind ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten (weshalb Bünde früher für Frauen auch in dieser Hinsicht unzugänglich waren)

Die Wurzeln in der materiellen Welt sind für den westlichen Magier genauso wichtig wie die Lösung vom Weltlichen für den östlichen Eingeweihten.

Im Grunde funktioniert beides und hat seine Vor und Nachteile – beide Richtungen sind sich aber einig, dass der angehende Eingeweihte die Lebensumstände zu seiner Zufriedenheit beeinflussen können und sich selbst erhalten muss – ohne magische Mittel.

Magie ist kein Weg Geld zu machen. Natürlich darf der Magier Spenden für seine Hilfe annehmen – aber er darf keine Verlangen. Natürlich kann der Magier erwarten, dass zumindest seine Unkosten gedeckt werden – etwa wenn er weit fahren muss – aber wer aktiv Geld verlangt und versucht seinen Lebensunterhalt zu verdienen in dem er seine magischen Kräfte verkauft, der ist kein Magier. „Kostenfrei habt ihr erhalten, kostenfrei sollt ihr geben“

Ein Magier handelt nach seinem Gewissen, nicht Auftraggeber. Er mag Magie benutzen um seine beruflichen Aktivitäten – etwa an der Börse – zu verbessern aber nicht um damit andere auszubeuten oder zu betrügen. Magie ist eine Lebenseinstellung und ein spiritueller Weg, kein Beruf. Wer es vermag mit den Spenden derer denen er hilft ein Leben zu machen dem sei es vergönnt, doch der Geiz ist heute weit verbreitet, so dass manche Vortragenden von allen Spenden nicht einmal ihre Unkosten decken können und daher Eintritt verlangen müssen, wollen sie nicht draufzahlen, dafür dass sie helfen.

Manche Esoteriker gehen einen Mittelweg ähnlich Ärzten, indem sie Geld von denen verlangen die es haben und für Menschen die nur wenig Geld haben ihre Preise senken oder gar kein Geld verlangen.

Im Grunde sollte aber jeder Magier in der Lage sein sich selbst zu erhalten ohne dafür seine Magie zu verkaufen.

 

Freizeit:

 

Es gibt heute viele Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten und die allermeisten davon sind sinnloses Zeit tot schlagen – Fernsehen, Disco, Kneipe, Schwimmbad, Computerspiele, tratschen mit Freunden, Gesellschaftsspiele, Bordelle...natürlich gibt es auch spirituell wertvolle Spiele, Filme und Gespräche doch die sind relativ selten.

Die meisten Menschen nutzen ihre Freizeit nicht effektiv oder sinnvoll sondern schlagen sie nur irgendwie tot und haben dann im Alter das Gefühl, als wäre ihr Leben an ihnen vorbeigelaufen. Wer liest denn noch gern magische Bücher, meditiert, entspannt sich bewusst? Zeit für den spirituellen Weg haben wir mehr als genug sogar mehr als manche Mönche in Klöstern die ja auch arbeiten müssen (etwa im Kräutergarten) aber nutzen wir sie?

Ich kriege oft die Frage gestellt wie man mit 23 Jahren so weit sein und so viel Wissen kann wie ich – indem man seine Freizeit nutzt und nicht sinnlos totschlägt.

Dabei bin ich noch ein schlechtes Beispiel da ich auch oft Zeit tot geschlagen habe nur nicht ganz in dem Ausmaß das als normal betrachtet wird.

Zeit fliesst wie Wasser und kehrt nie zurück – nutze sie daher weise. In spiritueller Hinsicht heisst das, sich im Alltag mit der Spiritualität zu beschäftigen, nicht nur an einem Tag in der Woche wie es die Bibel fordert (heilige den Tag des Herren) – war das Stichwort damit Menschen zumindest 52 mal im Jahr an sich arbeiten – heute tut es kaum einer so oft.

Sinnvolle Freizeitnutzung sind etwa bewusste Meditationen und Übungen, das Lesen magischer Bücher, Austausch mit anderen Magiern der selben Richtung, magisch wertvolle Filme und Spiele, bewusste Arbeit an sich selbst und so weiter.

Im Westen haben wir aufgrund unserer alltäglichen Weltinvolviertheit sogar noch einen Vorteil da wir etwa die Charakterschulung gerade im alltäglichen Berufs und Familienleben wunderbar betreiben können und auch im Alltag unser Bewusst – Sein schulen können indem wir wie die japanischen Samurai, jeden Atemzug bewusst tun, jede Handlung bewusst vollführen und jede Sekunde bewusst Aufmerksam sind.

Spirituelle Entwicklung im Westen ist nicht unmöglich oder schwerer als im Osten – es gibt nur andere Herausforderungen.

Nutzen sie ihre Zeit also bewusst – und wenn sie alles langweilt, dann überwinden sie sich und wenn das misslingt – tun sie zumindest etwas Gutes für Andere – arbeit an ihrem Karma ;)

 

Politik, Gesellschaft & Weltgeschehen, Liebe, Hass & Wut, Tierschutz & dergleichen:

 

Wie in Magie & Politik erklärt ist es im Grunde egal wen sie wählen, wen sie nicht wählen, wofür oder wogegen sie sind. Sehen wir es ein – als Einzelpersonen werden wir die Welt nicht verändern, es sei denn es wäre unser Schicksal.

Wenn sie etwas spirituell Wertvolles für die Welt tun wollen gibt es 2 Möglichkeiten:

 

1. Engagieren sie sich: Das heisst, informieren sie ihr Umfeld und andere Menschen über die Zustände auf der Welt. Decken sie die Regierungen auf (Zeitgeist und der andere Film sind Realität und Fakt und öffnen wunderbar die Augen) Verbreiten sie etwa diese Filme. Wecken sie die Menschen auf. Und dann? Ja dann haben wir ein Problem. Die meisten westlichen Menschen sind zu faul um wirklich etwas zu tun, die östlichen zu ängstlich.

Wer würde denn wirklich den Bundestag stürmen und das ganze System aushebeln indem er die Bank ruiniert und das kapitalistische System stürzt?

Und selbst wenn die Regierung und das System GELD vernichtet sind, selbst wenn die geheimen Drahtzieher der Welt gefasst und entmachtet werden, wie dann die gigantische Leere füllen? Wer würde denn eine neue Regierung bilden die wirklich dem Volk mehr dient als sich selbst? Wer würde denn ein neues System einführen, das die Menschen motiviert zu arbeiten und eine gewisse Gleichheit schafft?

Und ohne diese Systeme? Ist die Menschheit den wirklich Bereit, Edel und Gut genug um auf so etwas wie persönlichen Gewinn zu verzichten, altruistisch zu geben an jene die brauchen? Reif genug auch ganz ohne irgendwas ausser der Tätigkeit selbst davon zu haben zu arbeiten und für das Gemeinwohl zu sorgen?

Und dann müsste der Umsturz Weltweit stattfinden oder zumindest in den Machtzentren da sonst der neue Staat gleich militärisch von anderen Staaten übernommen würde.

 

2. Verbessern sie nicht die Welt sondern sich selbst und ihre Umgebung. Würde jeder Mensch sich selbst veredeln und seiner Umgebung dabei helfen wäre die Welt ein Paradies. Fangen wir also bei uns selbst an. Beginnen wir nur positives zu denken und zu fühlen. Verbannen wir alle negativen Emotionen und Gedanken aus unserem Leben – dann verbannen wir auch das Negative aus unserem Leben (Resonanzgesetz)

Um Krieg zu stoppen dürfen wir nicht dagegen kämpfen – genau das ist ja wieder Krieg, wir dürfen die Täter nicht hassen – Hass schürt neuen Krieg, und schon gar nicht Menschen verurteilen – das schafft neuen Hass. Nein wir müssen uns liebevoll um die Opfer kümmern und den Tätern verständnisvoll zeigen, dass ihre Handlung nicht gut ist. Die meisten Menschen sind geistige Kleinkinder – wenn ein Kind ein anderes schlägt, würden sie dann den Schläger verprügeln? Nein mit Liebe und Verständnis kommt man weiter, denn nur das schürt keinen neuen Hass und beseitigt die Gründe die der Mensch für seine Tat vermutlich hatte – die oft auf mangelnde Liebe, Selbstvertrauen oder Ängste zurückzuführen sind.

Wie Gandhi lehrte „Ich werde nie auf eine Anti Kriegsdemo gehen. Zu einer Friedensdemo können sie mich gerne einladen“ Anstatt und also auf das zu konzentrieren was wir nicht wollen indem wir dagegen sind und uns so damit beschäftigen und die Energien verstärken, müssen wir lernen konsequent unser schöpferisches, Lebensenergie spendendes Bewusstsein von den Dingen denen wir keine Lebenskraft spenden wollen abzuwenden und nur auf das zu Blicken, was wir wirklich wollen. Sie wollen Frieden? Hören sie auf gegen Krieg zu kämpfen, oder sich irgendwie damit zu befassen. Stiften sie stattdessen Frieden in ihrem Herzen und ihrer Umgebung, verbreiten sie Liebe, Verständnis, Freude. Leben sie, was sie in ihrer Umgebung möchten. Sie werden erstaunt sein wie gut es wirkt. Wenn sie lächelnd durch den Tag gehen, werden viel mehr Menschen die ihnen begegnen auch Lächeln und sich gut fühlen. So verändern sie ihre kleine Welt. Tun wir das alle bewusst, unsere Gedanken und Emotionen nur auf das Schöne, Edle zu richten, erschaffen wir ein Paradies auf Erden.

 

Leben & Tod, Gut & Böse, Entwicklung & Karma:

 

Wie bereits in den magischen Fragen und Antworten erwähnt, sind Gut und Böse subjektive, menschliche Beurteilungen. Es gibt nichts Böses, Schlechtes, Sinnloses. ALLES was geschieht hat einen Sinn und eine Ursache. Wenn sie auf die heisse Herdplatte greifen setzen sie eine Ursache – der Schmerz und die Wunde sind Wirkungen. Der Sinn ist, dass sie lernen, in Zukunft nicht mehr auf heisse Herdplatten oder andere glühende Gegenstände zu fassen, oder besser, sie lernen, wenn sie auf glühende Sachen greifen, was die Wirkung sein wird und können in Zukunft frei entscheiden ob das ihrem Interesse entspricht oder nicht.

Genau so wirkt das Karma. Sie setzen eine Ursache – etwa ein negativer Gedanke bei dem sie jemand anderem die Pest an den Hals wünschen. Die Wirkung ist, dass sie sich schlecht fühlen (Zornig) und das ist wieder eine Ursache für neue negative Folgen – bis sie irgendwann vor Zorn und Wut ein Magengeschwür bekommen oder wirklich die Pest oder eine andere schwere Krankheit weil sie sich so sehr darauf konzentriert haben denn sie bekommen, worauf sie ihr Bewusstsein richten. Fürchten sie etwas, sind sie gegen etwas und konzentrieren sich darauf bekommen sie es genauso wie das was sie sich Wünschen und in ihr Bewusstsein tragen (Resonanzgesetz)

Ihr Bewusstsein hat eine göttliche, schöpferische Kraft und belebt, worauf es sich richtet – es unterscheidet nicht ob sie dafür oder dagegen sind – solange sie ihr Bewusstsein darauf richten stärken sie es. Darum war Gandhi gegen Anti Kriegsdemos aber für Friedensdemos.

Es geschieht nichts ohne Ursache – auch wenn uns diese oft unbewusst ist oder ein Leben zurückreicht, keine Ursache bleibt ohne Wirkung – göttliche Gerechtigkeit – und alles geschieht zu einem höheren Zweck (lernen, wachsen, Entwicklung der Menschen zu erwachsenen Göttern, weg vom Kleinkindstadium in dem viele stecken)

Das bedeutet, nichts was ihnen geschieht ist ungerechterweise passiert. Sie haben sich alles Selbst zuzuschreiben. Und darin liegt der Trost und die Lehre – sie können ihr Leben ändern. Niemand ausser ihnen selbst kann über ihr Leben bestimmen. Selbst „Zufälle“ können ihnen nichts anhaben wenn sie lernen dass sie der Urheber sind und diese Kraft nutzen. Sie allein bestimmen ihre Gedanken, Gefühle und ihr Leben (Zufall ist der Name für ein unbekanntes Gesetz)

Es bedeutet auch, sie können negative Taten abbüssen und das was sie anderen angetan haben wieder gutmachen.

Es bedeutet nicht, dass sie nicht eingreifen dürfen wenn jemandem etwas negatives passiert – etwa wenn eine Person verprügelt wird. Gehen sie dazwischen, helfen sie dem Opfer mit liebevoller Fürsorge und dem Täter mit liebevoller Zurechtweisung – wenn das nicht möglich ist, dann verurteilen sie ihn nicht – jeder hat seine Gründe und Lektionen die er lernen muss.

Liebevolle Anteilnahme ist wichtig, ohne zu Verurteilen denn alles hat seinen Sinn. Leben und Tod sind ein wichtiger Kreislauf. Positiv und Negativ unbedingt nötig für die menschliche Entwicklung und das Karma sorgt für Gerechtigkeit – denken fühlen und handeln sie positiv, dann wird das positive in ihr Leben strömen (sofern sie nicht noch negatives Karma auszugleichen haben – wodurch sie sich aber Strafen ausgleichen können und besser weg kommen (Bewährung) als sie weg gekommen wären.)

Verstehen sie, das alles einen höheren Sinn hat und jeder Mensch Schöpfer seines Schicksales ist und versuchen sie jedem liebevoll zu helfen.

 

Geld, Besitz:

 

Das Thema Geld und Besitz ist ein schwieriges in spiritueller Hinsicht. Im Osten ist man sich einig, dass weltlicher Besitz und Geld nicht nur nichts Wert sondern für das geistige Vorankommen höchst schädlich sind.

Begründet wird das damit, dass der Mensch der viel besitzt in der Materie gefangen und gefesselt ist, seine Aufmerksamkeit auf die Materie richtet und an geistigem Vorankommen kein Interesse hat – er hat ja alles was er sich so wünschen kann und die Materie erlaubt nur mehr materielle Wünsche und natürlich verdirbt Geld auch noch den Charakter, wie auch Macht. Und wer reich ist hat auch noch Verpflichtungen denen er nachkommen muss und hat eine Verantwortung der man sich nicht einfach so entkommen kann.

Im Westen wird ein Suchender der nicht einen gefestigten Lebensunterhalt nachweisen kann in keinerlei Loge aufgenommen. Geld wird benötigt um Ritualgegenstände, Roben, Stab und andere Hilfsmittel zu kaufen, idealerweise einen eigenen Ritualraum und ein Meditationszimmer einrichten und dann sollte der Suchende natürlich einen Berg an Büchern kaufen und lesen um das Wissen aufzunehmen.

Ist er auch noch so reich, dass er für seinen Lebensunterhalt nicht arbeiten muss, hat er mehr Zeit sich seiner magischen Forschung zu widmen. Im Westen wird die Materie als Basis angesehen von der aus wir höheren Welten zustreben. Erst wer feste Wurzeln hat und die materielle Welt gemeistert hat, sollte sich mit Magie befassen.

Wir sehen hier eine riesige Kluft zwischen Ost und West. Aber es gibt an und für sich keinen Widerspruch. Im Grunde ist Geld und Besitz nichts schlechtes, es kommt darauf an wie es genutzt wird. Wer dem geiz verfällt, immer und immer mehr horten muss, seine Mitmenschen ausbeutet, betrügt, lügt und unlautere Methoden einsetzt um mehr und mehr Geld und Macht zu erwerben, der wird auf dem spirituellen Pfade wahrlich nicht weit kommen.

Wer das Geld hingegen nutzt um sich seine Studien und Hilfsmittel zu finanzieren und mit dem Überschuss seinen Mitmenschen hilft, spendet und Leid mildert tut obendrein noch etwas gutes für sein Karma.

Geld und Besitz sind also im Grunde nicht verwerflich sondern hilfreich und löblich – sofern man sein Geld einsetzt um anderen Menschen zu helfen und zu fördern.

 

Familie:

 

Im Osten sagt man, dass der Sucher zumindest 1 Kind haben sollte, wenn nicht mehr. Der Grund ist simpel – so jemand hat zumindest ein wenig Lebenserfahrung und von den Süchten der Welt gekostet – Sexualität, Gelderwerb, eventuell auch Völlerei oder andere Süchte. Diese kann er dann Überwinden. Das Motto heisst – Verzicht ist, auf etwas zu verzichten das man auch hat. Einer der sich oft geprügelt hat, mit einem Schlag einen Menschen ins Reich der Träume befördern kann und dann auf Gewalt verzichtet ist ein Pazifist. Jemand der noch nie einen Menschen geschlagen hat ist ein Feigling.

Wer noch nie Sex hatte kann nicht darauf verzichten. Es geht darum die Welt und ihre Lockungen zu kennen und ihr dann bewusst zu entsagen.

Im Westen haben einige Orden die Bedingung, dass der Sucher mindestens 40 Jahre alt sein muss. Der Hintergedanke ist der Selbe – Lebenserfahrung, geistige Reife, Sehnsucht nach höheren Welten und nicht nach Macht wie mancher Heisssporn, bestens in den weltlichen Verlockungen bewandert so dass er an der bewussten Entsagung seine Willenskraft schulen und wachsen kann.

Im Grunde kommt es aber auf die Person selbst an. Ich stimme zu, dass der Sucher eine gewisse Reife, Erfahrung und Sehnsucht für höhere Welten mitbringen sollte und einige Lockungen der Materie kennen sollte um an ihrer Überwindung zu wachsen, aber man kann das nicht am Alter oder der Familie festmachen. Es gab schon hohe Eingeweihte die keine Familie hatten und als Eremiten lebten, und solche die bereits in ihrer Kindheit in Tempeln geschult wurden und niemals das Alter von 40 erreichten.

Daher ist meine Meinung, tun sie was ihr Herz rät. Wollen sie eine Familie, gründen sie eine. Wollen sie lieber ein einsamer Eremit sein, sein sie es. Beides hat seine Vor und Nachteile. Der Eremit hat mehr Zeit für sein Studium und mehr Ruhe für seine Meditationen. Der Familienmensch hat dafür im Alltag hunderte Möglichkeiten zur Selbstbeherrschung an denen er lernen und wachsen kann, so dass viele Meditationsübungen relativ unnötig werden die auf Charakterveredelung abzielen – er hat ja täglich ein Feld zum Üben.

 

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

- David